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Aktuelle Fragestunde: Die Anfragen der SÜD-TIROLER FREIHEIT

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Bei der Fragestunde dieser Woche im Süd-Tiroler Landtag ging es um Befähigungsprüfungen, einseitiges Geschichts- Symposium, Ausländer u.a.m. Hier die Anfragen der SÜD-TIROLER FREIHEIT und die entsprechenden Antworten der Landesräte.

Sven Knoll kritisierte ein Geschichtssymposium zur Einheit Italiens, das vom deutschen Bildungsressort veranstaltet wurde, und fragte nach Begründung, Kosten und Wahl der Referenten. Knoll kritisierte, dass dabei auch amtierende Landtagsabgeordnete ihre Auffassung zur Geschichte verbreiten konnten, wobei er die wissenschaftlichen Qualitäten von Hans Heiss nicht anzweifeln wolle. Es sei schwer, zwischen politischer Position und wissenschaftlicher Arbeit zu unterscheiden, die Landesregierung solle hier in Zukunft besser aufpassen.
Die Landesregierung habe sich entschieden, an den Feierlichkeiten zum 150. nicht teilzunehmen, sondern die Frage seriös anzugehen, antwortete LR Sabina Kasslatter Mur. Sie listete die Detailkosten für die Veranstaltung auf, die vom Südtiroler Landesarchiv organisiert wurde, nur zu einem geringen Teil vom deutschen Bildungsressort. Das Landesarchiv gehöre zur Denkmalpflege und sei nicht an eine Sprachgruppe gebunden. Das Archiv biete oft Fortbildung für Lehrpersonen, und die neuere Geschichte Italiens gehöre zum Lehrstoff der Schulen. Der Abg. Heiss sei wegen seiner wissenschaftlichen Qualitäten eingeladen worden, er habe durch seine Forschungen und seine Art der Vermittlung internationales Renommee. Hans Heiss erklärte, dass er sehr wohl zwischen Beruf und Mandat unterscheiden könne.

Sven Knoll fragte, wie viele Ausländerkinder in diesem Schuljahr neu an den Südtiroler Schulen eingeschrieben wurden und wie sie sich auf die Schulen der drei Sprachgruppen verteilen.
Heuer wurden insgesamt 1.060 Ausländerkinder an den Schulen  eingeschrieben, davon 403 in eine deutsche, 638 in eine italienische und 19 in eine italienische, antwortete LR Sabina Kasslatter Mur. Insgesamt würden 6.596 Kinder ohne italienische Staatsbürgerschaft Südtiroler Schulen besuchen, und zwar 2.703 die deutschen Schulen, 3.813 die italienischen und 80 die ladinischen Schulen.

Eva Klotz fragte, wann wieder mit einer Befähigungsprüfung für Mittel- und Oberschullehrer zu rechnen sei, viele Lehrer würden schon lange auf diese Prüfung warten, die für die Einstufung und die Absicherung der Lehrstelle nötig ist.
Leider könne die Uni Brixen auch heuer noch nicht mit den Befähigungsprüfungen starten, bedauerte LR Sabina Kasslatter Mur, da das Ministerium weitere Unterlagen angefordert habe. Dieses sei als zukünftiger Arbeitgeber zuständig, die Zugangsvoraussetzungen zu definieren. Immerhin sei es der Landesregierung aber in der Zwischenzeit gelungen, dass das österreichische Lehramt in Italien anerkannt wird. Man werde aber alles daran setzen, damit die Befähigungsprüfung nächstes Jahr stattfinden könne. Sollte dies nicht klappen, sollte man ihrer Meinung nach neue Wettbewerbe ausschreiben, erklärte die Landesrätin.

Eva Klotz fragte, ob am Richterwettbewerb für
Bozen im Oktober 2010 auch Trentiner teilgenommen haben. Angeblich habe
dies der Landesgerichtspräsident zugelassen. Klotz wollte wissen, ob
das rechtens war und ob die Kandidaten aus dem Trentino auch die nötige
Zweisprachigkeitsprüfung absolviert haben. Oft seien Kandidaten aus
anderen Provinzen zum Zug gekommen, die zwar den
Zweisprachigkeitsnachweis hätten, aber nicht Deutsch beherrschten.

Beim Wettberweb seien 13 Stellen ausgeschrieben worden, 9 für die
deutsche, 3 für die ladinische und 1 für die italienische Sprachgruppe,
antwortete LH Luis Durnwalder. Voraussetzung sei unter
anderem der Zweisprachigkeitsnachweis A. Wer die Wettbewerbsbedingungen
erfülle, könne unabhängig vom Wohnort antreten. Da der Wettbewerb noch
nicht abgeschlossen sei, könne er keine weiteren Angaben machen.

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