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Brixen – Falsche Traditionen

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Mit 12.000 Euro fördert die Gemeinde den Brixner Weihnachtsmarkt, der von sich behauptet, Brauchtum und Tradition hochzuhalten. Leider sind es nicht unsere Tiroler Traditionen und unser Brauchtum. So treten am Weihnachtsmarkt u. a. „Schuhplattlergitschen“ und eine Volkstanzgruppe auf. Vom alten Tiroler Spruch „Kathrein stellt’s Tanzen ein“ scheinen weder Tänzer noch Organisatoren jemals etwas gehört zu haben. Noch schlimmer ist allerdings der im Rahmenprogramm des Weihnachtsmarktes angeführte Umzug am 6. Jänner zum Fest der „Befana“. Die „Befana“ ist eine alte italienische Legendenfigur, die den Kindern Geschenke bringt. Unter dem Faschismus wurde dieser Brauch im Jahr 1926 als „Befana Fascista“ zum offiziellen Fest erhoben.

Wenn die Organisatoren des Brixner Weihnachtsmarktes, wohl um gewissen
italienischen Kunden eine Freude zu bereiten, diese Tradition pflegen
wollen, so können sie dies natürlich tun. Dass diese falsche
„Traditionspflege“ aber auch noch mit Geldern der Gemeinde unterstützt
wird, ist ein starkes Stück. Dass im Adventkalender am Pincherle-Haus
der 24. Dezember ausgerechnet über einer überdimensionierten
italienischen Trikolore positioniert wurde, ist das sprichwörtliche
I-Tüpfelchen auf dieser missglückten Veranstaltung.

Hartmuth Staffler

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