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Europäischer Skandal: Faschistische Partei tritt offen bei Wahlen an

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Es ist ein Skandal für Europa, dass in Italien eine faschistische Partei mit dem Liktorenbündel bei politischen Wahlen antreten darf, stellt Roland Lang, Obmann des Südtiroler Heimatbundes, bestürzt fest. Die Partei „Movimento Fascismo e Libertà“ wird am 6. und 7. Mai 2012 in Santeramo bei den Gemeinderatswahlen antreten. Die Gruppierung bekennt sich offen zum Faschismus (Link), der als einzige Möglichkeit einer Wiedergeburt des Vaterlandes offen angepriesen wird. Bezeichnend für die Wiederbelebung des Faschismus: Der faschistische Bürgermeisterkandidat ist 20 Jahre jung!

Es ist erfreulich, dass zumindest der Abgeordnete Dario Ginefra dazu mit
Verweis auf das Mancino Gesetz von 1993, das Zeichen, Aktionen und
Slogans, die mit dem Nazifaschismus verbunden werden, verbietet, eine
Anfrage zu dieser Partei im Parlament eingereicht hat. Dieses Gesetz
verbietet auch die Verwendung faschistischer Symbole!

Der Südtiroler Heimatbund erinnert Italien diesbezüglich auch an das
internationale Abkommen gegen Rassendiskriminierung, das Rom 1975
unterzeichnet hat und damit eine Partei mit rassistischem Gedankengut in
Italien unmöglich machen müsste.

Klar und deutlich die Mitgliederwerbung von "Fascismo e Libertà" auf ihrer Internetseite:
 

"Sostieni il Movimento Fascismo e Libertà-Partito Socialista Nazionale,
aderisci e dai il tuo contributo per la Causa Fascista, unica speranza
per un nuovo rinascimento italiano, unico faro per il Popolo in
ginocchio."

Frei übersetzt:
Unterstütze die Bewegung Movimento Fascismo e Libertà-Partito Socialista
Nazionale (Bewegung Faschismus und Freiheit- Nationalsozialistische
Partei) trete bei und fördere die faschistische Sache, einzige Hoffnung
für eine neue italienische Wiedergeburt, des einzige Licht für das
kniende Volk.
 
Klar und deutlich auch ein "Propaganda-" Flugzettel der Partei:

 
In diesem Zusammenhang sind sicher auch die Einführung der Mameli-
Hymne, der Abbau der Autonomie, die Renovierung des Faschistentempels,
die Organisation von Militäraufmärschen und die finanzielle Ausbeutung
der Provinzen mehr als verständlich.

Roland Lang
Obmann des Südtiroler Heimatbundes

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