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Selbstaufgabe für Tricolore?

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Der beeindruckende Freiheitsmarsch der Schützen lässt nicht darüber hinwegtäuschen, dass bereits im Vorfeld Unstimmigkeiten auftraten. Dass die SVP für die Freiheit keinen Finger rührt, weis man, dass sich aber die stärkste Oppositionspartei verleiten ließ auszuscheren, ist nicht nachvollziehbar. Es rumort aber auch im Schützengebälk, Schützenkompanien, die bei einem Freiheitsmarsch abseits stehen, sollten dann wohl besser mit der Tricolore am Alpini- Umzug mitmarschieren. Tolomei und Genossen können sich echt freuen. 

Nun, einen Freistaat oder zurück zu Österreich wird es so schnell nicht geben, wenigstens so lange die Mehrheitspartei das Sagen hat. Ob man bis dorthin, es ist fünf nach zwölf, noch eine Mehrheit aufbringt, steht in den Sternen.
Das Hörerforum im Sender Bozen war mehrheitlich der Meinung, dass wir dankbar sein sollten, da es uns doch so gut geht. Nun, der Keim dieser Entwicklung (Verrat) ist schon 1957 in Sigmundskron gelegt worden: Die dreißigtausend Landsleute, die eigentlich für ein Los von Rom anmarschiert waren, sind von der SVP im Austausch mit dem Los von Trient betrogen worden!

Aber was soll´s, freuen wir uns auf das Alpini- Treffen, das vom Land mitorganisiert und uns allen mitfinanziert wird. Die Landesregierung mit Landeshauptmann wird wohl anwesend sein, gesäumt von tausenden dankschuldigen Süd- Tirolern, haben die Eroberer (Alpini) doch nicht nur Wohlstand gebracht, sondern auch unsere jahrtausende alte Kultur (Ortsnamen) aufgewertet.

Ivo Hechensteiner
Gemeinderat in Eppan

Freiheitsmarsch
Alpini-Treffen: Süd-Tiroler Gemeinden sollen mit Gemeindefahnen aufmarschieren

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