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Egarter missbraucht

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Als schändlichen Mißbrauch eines Verstorbenen, der sich dagegen nicht mehr wehren kann, bezeichnet Hartmuth Staffler, Gemeinderat der Süd-Tiroler Freiheit in Brixen, die sogenannte Gedenkfeier für den bewundernswerten Tiroler Freiheitskämpfer Hans Egarter am Brixner Friedhof. „Ausgerechnet die italienischen Partisanen, die Egartner zu seinen Lebzeiten, gleich wie gewisse klerikale Südtiroler Kreise bekämpft und ausgegrenzt haben, vergießen heute Krokodilstränen an seinem Grab“, schreibt Staffler.

Hans Egarter hat überzeugt und tapfer gegen Faschismus und
Nationalsozialismus gekämpft, für ein vereintes Tirol ohne Italien. Es
waren die italienischen Partisanen, die nach dem Krieg diesem Traum ein
Ende bereitet, am Brenner die italienische Trikolore aufgepflanzt und
Süd-Tirol „re-faschisiert“ haben, wie es der über jeden Zweifel erhabene
Historiker Rolf Steininger treffend beschreibt. (Rolf Steininger:
„Südtirol. Vom Ersten Weltkrieg bis zur Gegenwart. Innsbruck, 2003, S.
61) Eine italienische Trikolore am Grab des Freiheitskämpfers ist daher
eine Geschichtsverdrehung und eine Beleidigung dieses bewundernswerten
Mannes.

Hartmuth Staffler

Gemeinderat der Süd-Tiroler Freiheit in Brixen

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