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Fußball nicht für Straßenkrawalle missbrauchen: Deutschland-Italien muss Sportveranstaltung sein

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Am Donnerstag wird  im Rahmen der Europameisterschaften das Fußballspiel Italien -Deutschland ausgetragen. Es bleibt zu hoffen, dass dieses Spiel nicht ebenso wie  das Spiel England –Italien in nächtlichen Krawallen und Sachbeschädigungen (Autobus am Siegesplatz) ausartet. Es ist unverständlich, dass für das Spiel Deutschland-Italien eine Spezialeinheit der Polizei für Bozen in Alarmbereitschaft gesetzt wurde.  Solche Auswüchse, so Leitungsmitglied Roland Lang von der SÜD-TIROLER FREIHEIT, zeigen, dass ein geeintes Europa noch immer nicht Eingang in die Köpfe der Menschen gefunden hat.

Nach den Ereignissen in Bozen nach dem Spiel Italien –England, bei dem
ein Linienbus am Siegesplatz schwer beschädigt wurde,  wurden auch von
der Bozner Stadtpolizei verstärkte Kontrollen am Donnerstag angekündigt.
Leider noch nicht bekannt wurde, ob gegen  jene, welche auf dem Dach
des Linienbusses herumhüpften, gerichtliche Schritte eingeleitet wurden.
Eine entsprechende Medienmitteilung würde gewiss abschreckend wirken.

Es ist eine sportliche Selbstverständlichkeit, dass ein
Fußballbegeisterter seiner Mannschaft die Daumen hält und deren  Sieg
feiert. Aber ein Bier sollte reichen, wenn man danach heimfahren muss!
Gerade das Spiel Italien- Deutschland sollte nicht dazu missbraucht
werden, die beiden großen Volksgruppen in Südtirol gegeneinander
auszuspielen. Das „Siegesdenkmal“ und faschistische Fahnen sind
jedenfalls kein geeigneter Ort, um einen sportlichen italienischen Sieg
zu feiern.

Und all jene Südtiroler, die gerne Fahnen aushängen, sollten sich
fragen, ob ihnen am Donnerstag die Sprache und Kultur Goethes nicht
näher ist als jene von Dante.

Roland Lang
Leitungsmitglied der SÜD-TIROLER FREIHEIT

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