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Keine Butter im Bozner Krankenhaus

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Keine Butter im Bozner Krankenhaus

Herr Arnold Sorg wirft mir in der Rubrik "Vorausgeschickt" Falschbehauptungen, unsägliche Vergleiche und mangelnde Geschichtskenntnisse vor, nur weil ich es gewagt hatte, den Umstand zu kritisieren, dass im Krankenhaus Bozen die Butter gestrichen wird. Dazu sei Folgendes festgestellt:

1) Es stimmt nicht, wie von Herrn Sorg behauptet, dass die Streichung
der Butter keine Folge der italienischen Sparmaßnahmen sei. Im
Gegenteil. Der Einkaufsverantwortliche des Bozner Krankenhauses hat im
RMI-Radiointerview vom 2. November unmissverständlich bestätigt, dass
die Butter als Folge der italienischen Sparmaßnahmen gestrichen werden
muss.
Er geht sogar noch weiter und warnt davor, dass es dabei nicht
bleiben wird und zur Beschneidung sanitärer Leistungen kommen könnte.

2)
Mit dem Vorwurf mangelnder Geschichtskenntnisse sollte Herr Sorg etwas
vorsichtiger umgehen, denn ansonsten wüsste er, dass es unter anderem
die sogenannte "Butterkrise" war, die auf die sozialen Missstände (als
Folge einer verfehlten Wirtschaftspolitik) in der DDR aufmerksam machte.

Wenn wir in Südtirol inzwischen an einem Punkt angelangt sind, an dem
in den Krankenhäusern die Butter nicht mehr finanziert werden kann, so
wird sich jeder Leser selbst seine Meinung darüber bilden können, ob das
noch etwas mit mitteleuropäischen Standards zu tun hat, oder ob nicht
doch ein Vergleich mit den Zuständen in der DDR angebracht ist.

Sven Knoll
Landtagsabgeordneter der SÜD-TIROLER FREIHEIT

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