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1. Konferenz der lokalen Unabhängigkeits-Bewegungen in Europa erfolgreich in Venetien abgeschlossen

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Teilnehmer/innen aus mehreren Regionen Europas, wie Schottland, Flandern, Katalonien, Baskenland und Tirol kamen am 15. Dezember 2012 in Vicenza/Wiesenthein in Venetien zusammen. Die Konferenz befasste sich mit den rechtlichen Voraussetzungen und Möglichkeiten für  Ausübung des Selbstbestimmungsrechts der Völker in Europa.

Giustino Cherubin, Organisator und Präsident der Bewegung Veneto Stato aus Venetien eröffnete die Konferenz unter großem Beifall und betonte die historische Bedeutung dieser Tagung. Aus Schottland kamen besonders viele Redner und erklärten den „Schottischen Weg“ zur Unabhängigkeit, der mit dem Referendum zur Loslösung von England im Jahr 2014 seinen Höhepunkt finden wird.

Anna Arqué, Vorsitzende des Katalanischen Vereins „Welcome Mr. President“ und Mitbegründerin der „Europäische Partnerschaft für Unabhängigkeit“ sprach über die politische Situation und den Wunsch eines Unabhängigkeits-Referendums in Katalonien.

Lorenz Puff, Hauptausschussmitglied der Bewegung SÜD-TIROLER FREIHEIT erklärte in seiner Rede die Geschichte Tirols und dessen Bestreben nach Freiheit und Selbstbestimmung.

Chris White, schottischer Sprecher der „Europäische Partnerschaft für Unabhängigkeit“ hielt in seiner Rede die wirtschaftlichen, sozialen und politischen Möglichkeiten und Aussichten eines freien Staates Schottland positiv hervor.

John Riley, parlamentarischer Berater der schottischen Regierung, unterbreitete den Teilnehmern der Konferenz die Vorbereitungen des Referendums und der neuen Verfassung in Schottland.

Ian Renwick, parlamentarischer Berater für ländliche Entwicklung der schottischen Regierung zeigte die Entwicklungsvorteile der schottischen Bevölkerung und der Gemeinden auf.

Shona Mc Alpine, Gründerin der Frauenbewegung „Scottish Women for Independence“ referierte leidenschaftlich über die Wichtigkeit der Informationseinbindung der Frauen bei Selbstbestimmungsthemen.

Steven Vergauwen, Mitglied der „Vlaamse Volksbeweging“ und Sprecher der„Europäischen Partnerschaft für Unabhängigkeit“ in Flandern zeigte den Teilnehmern die wirtschaftlichen, sozialen und politischen Möglichkeiten eines unabhängigen Flandern auf.

Alan Bissett, schottischer Autor, Musiker und Schauspieler verwies auf die wichtige Basisarbeit und Unterstützung der Kunstschaffenden für die Öffentlichkeitsarbeit der Unabhängigkeitsbewegungen in Europa.

Josep Manel Ximenis, Bürgermeister der Ortschaft Arenys de Munt in Katalonien, unterstrich, dass bei Unabhängigkeitsbestreben auch wirtschaftliche Gründe maßgebend sind. «Spanien plündert das katalanische Steueraufkommen, um seine Finanzlücken zu stopfen», sagte Josep Manuel Ximenis. «Man behandelt uns wie eine Kolonie.» Seine Gemeinde hatte im September 2009 als erste von 550 katalanischen Kommunen ein inoffizielles Unabhängigkeitsreferendum abgehalten.

Antonio Guadagnini, Generalsekretär von „Veneto Stato“ sprach über die mögliche Unabhängigkeit Venetiens und dessen Zukunft in Europa.

Giovanni Dalla-Valle, Mitglied der Scottish National Party und Europasprecher von Veneto Stato leitete die Konferenz und war am Ende überzeugt, dass die Region Venetien den Weg der Selbstbestimmungsrecht der Völker mit Erfolg beschreiten wird.

Lorenz Puff
Hauptausschussmitglied der SÜD-TIROLER FREIHEIT

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