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Fragestunde Februar: Skiliftprojekt Sexten

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Man ist verwundert über die Behauptung des Geschäftsführers der Sextner Dolomiten AG, der Baubeginn zur schitechnischen Erschließung des „Stiergartens“ stehe unmittelbar bevor! Bei einem  negativen Urteil des Verwaltungsgerichtes gegen das Projekt, das im Februar ansteht, hätten aber alle weiteren – wahrscheinlich illegal durchgeführten –  Planungen und Beschlüsse keine Geltung.

Die „sospensiva“ des Verwaltungsgerichtes hat weiteres Projektieren und Arbeiten im Planungsraum 16 – Hochpustertal – Schigebiet Helm – Rotwandwiesen vorerst untersagt.

Die Landesraumordnungskommission hat das neue Projekt am 29.11.2012 mehrheitlich abgelehnt. Es gab Einwände verfahrenstechnischer Natur, aber auch „grundsätzliche Einwände gegen die schitechnische Verbindung der zwei Schigebiete in diesem Bereich, die landschaftliche Eingriffe erfordert, welche in dieser Größenordnung nicht gerechtfertigt sind“. Man hat auch festgestellt, dass die Verbindung im Fachplan für Aufstiegsanlagen und Schipisten nicht eingetragen war, dass die Planungsunterlagen in der Raumordnung von den Unterlagen im Gemeinderat abwichen, und dass Artikel 4 der Durchführungsbestimmungen des Fachplanes beim Entstehen des Gemeindesratsbeschlusses „Genehmigung einer Variante“ nicht hätte angewendet werden dürfen. Also wäre der Gemeinderatsbeschluss vom 28.12.11, bei dem das Varianteprojekt genehmigt wurde, ungültig.

All diese Tatsachen werden in einem Gerichtsverfahren, das durch einen weiteren Rekurs angestrengt wird, zu überprüfen sein. Jedenfalls wurde in den letzten Jahren immer wieder – trotz Bedenken hinsichtlich negativer Umweltauswirkungen, schlechtester hydrogeologischer Voraussetzungen und fragwürdiger Wirtschaftlichkeit versucht, das Vorhaben auf „Biegen und Brechen“ durchzudrücken.

Wer wird den „Zusammenschluss“ von Helm und Rotwand bezahlen? 

Das Projekts kostet laut Betreiber 27 Millionen Euro, hinzu kommen Errichtung des Bahnhofes in Vierschach (weitere 4 Millionen Euro!) und Bau der Druckrohrleitung vom Sextner Stausee bis ins neue Schigebiet. Die Schulden der AG belaufen sich angeblich auf eine zweistellige Millionensumme, das Gesellschaftskapital nur auf 1,4 Mio. Euro. Es soll auf  ca. 6 Millionen aufgestockt werden.

Wer sind die großen Aktienzeichner in Sexten und in Innichen?

Will das Land mit bezahlen, wenn ja, wie viel?

Lt. Abg. Dr. Eva Klotz

Lt. Abg. Sven Knoll

    
30. 1. 2013                                                              

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