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UN- Welttag gegen Rassismus- Wir sind alle gleich verschieden

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Auch dieses Jahr erinnert der 21. März als Welttag gegen Rassismus alle Menschen daran, dass der Kampf gegen jede Art von Rassismus eine tagtägliche Herausforderung für uns alle ist, so Roland Lang von der SÜD-TIROLER FREIHEIT. Vergessen wir nicht, dass es in Europa mehrere nazifaschistische Diktaturen gegeben hat, die sich in rassistischer Überheblichkeit zu Herrenmenschen erklärten und damit viel Leid über die ganze Welt brachten. 

Der Welttag gegen Rassismus erinnert an den 21. März 1960, als in Sharpeville in Südafrika ein friedlicher Protest gegen ein Apartheid- Gesetz blutig niedergeschlagen und 69 Menschen das Leben gekostet hat. Diesen Tag nahmen die Vereinten Nationen zum Anlass, 1966 den 21. März zum „Internationalen Tag zur Überwindung von Rassendiskriminierung“ auszurufen.

Die Selbstverbrennung einer jungen Tibeterin zwei Tage vor dem UN- Welttag gegen Rassismus aus Protest gegen die chinesische Besetzung ihrer Heimat zeigen, wie wichtig der Einsatz gegen Rassismus und für die Achtung der Menschenrechte ist. Seit der Besetzung des Tibet im Jahre 1959 werden tibetische Klöster aufgehoben und zerstört, Menschen vertrieben und durch eine gezielte rassistische Einwanderungspolitik der Untergang eines Bergvolkes vorangetrieben.

Noch immer werden Völker weltweit als minderwertig angesehen und ihrer grundsätzlichen Rechte beraubt. So gibt es Pläne, in Tansania mehr als 45.000 Massai von ihrem angestammten Land zu vertreiben, um reichen arabischen Königen und Prinzen in diesem Territorium bei der Großwildjagd nicht im Weg zu sein. Bereits einmal wurden die Massai zugunsten reicher Jäger von ihrem Land vertrieben; Mitglieder des Stammes wurden von der Polizei verprügelt, ihre Häuser angezündet und ihr Vieh verhungerte. Erst der Protest aus aller Welt und der Einsatz vieler Organisationen für die Menschenrechte dieses Nomadenvolkes verhinderte damals deren Vertreibung!

Gerade die Wirtschaftskrise und die hohe Arbeitslosigkeit verleiten viele Menschen dazu, empfänglich für rassistisches Gedankengut zu werden und Sündenböcke zu suchen, um ihre Existenzängste zu rechtfertigen. Silvius Magnago bezeichnete einmal die verschiedenen Völker und Kulturen als ein großes buntes Mosaik- nutzen auch wir den internationalen Tag gegen Rassismus dazu, die Vielfalt und den Reichtum der kulturellen Vielfalt der Völker, Religionen und Kulturen zu schätzen- und vor allem zu respektieren.

Roland Lang
Leitungsmitglied der SÜD-TIROLER FREIHEIT


 

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