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Moderne Abzocke bei Fotoautomaten – Keine Herausgabe von Wechselgeld

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Eine moderne Abzocke, die rechtlich in Ordnung scheint, ist die Verweigerung von Wechselgeld bei Automaten, bemängelt Roland Lang. So steht zum Beispiel in der Nähe des Bahnhofes in Bozen ein Automat für Passfotos. Für die verschiedenen Angebote an Fotos sind jeweils 4 (!) Euros zu berappen.

Es besteht die Möglichkeit, die Fotos mit Münzen zu bezahlen, auch ein Fünf Euro Schein wird vom Automaten angenommen. Hier aber erfolgt die Abzocke: Die Differenz von einem Euro wird nicht zurückgegeben. Sie bleibt dem Automatenbetreiber, der im fernen Mailand seinen Sitz hat, als Trinkgeld. Genauso wenn jemand den Automaten mit Münzen füttert und nicht den genauen 4 Euro Betrag parat hat. Alles, was die geschuldeten 4 Euro überschreitet, bleibt in der Maschine.

Auch wenn beim Passfotoautomat nur in italienischer Sprache darauf hingewiesen wird, dass kein Wechselgeld zurückerstattet wird, bleibt dieses Zahlsystem eine Abzocke. Denn wie bei jedem anderen Automaten könnte der Geldwechsel auch nachträglich eingebaut werden. Genauso wie die Rückgabe bei falsch eingeworfenen Münzen.

Es bleibt zu hoffen, dass der Bürgermeister von Bozen sich dieser Sache annimmt und die Mailänder Betreiberfirma auffordert, den Passfotoautomaten soweit aufzurüsten, dass er Wechselgeld herausgibt. Jeder Parkautomat und Zigarettenautomat ist dazu imstande.

Außerdem würde ein Hinweis auf die Zweisprachigkeit in Südtirol auch zu zweisprachigen anstelle der nur italienischen Nutzungshinweise führen. Steht der Passfotoautomat doch im Bahnhofspark, der bekanntlich der Gemeinde Bozen gehört.

Roland Lang

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