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Italiener zur Selbstbestimmung Südtirols – Arbeitsgruppe ergänzt Umfrage mit den Daten des Trentino

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Nachdem bereits die Umfrage unter den Italienern zur Selbstbestimmung Südtirols mit außergewöhnlichen 71,8 % für die Gewährung des Selbstbestimmungsrechtes an die Südtiroler überrraschend hoch war, wurde nun auch eine gleichlautende Umfrage in der Provinz Trient gemacht, um auch die dortige Meinung einzuholen. Diese Aufgabe übernahm der Soziologe Dr. Claudio Bernardoni, der mit 64,1% Zustimmung immer noch eine satte Mehrheit für eine Volksabstimmung in Südtirol erhielt.

Zur Frage 1 „Ist Ihnen bekannt, dass in diesem Jahr zwei europäische Völker, das katalanische und das schottische, zu einem Referendum aufgerufen sind, um auf der Grundlage dieses Rechtes über ihre Unabhängigkeit und über ihre Zukunft zu entscheiden?“ sagten 56,6% Ja, 3,8% Nein  und 39,6% Weiß nicht.

Zur Frage 2 „Ist es Ihrer Meinung nach richtig, dass die Bevölkerung eines Gebietes das Recht auf Selbstbestimmung ausübt, um so zu entscheiden, zu welchem Staat sie gehören will?“ sagten 71,7% Ja, 24,5% Nein und 3,8% Weiß nicht.

Zur Frage 3 „Wissen Sie, dass die Provinz Bozen nach dem Ersten Weltkrieg gegen den Willen der Bevölkerung von ihrem Vaterland Österreich abgetrennt und von Italien annektiert wurde?“  sagten 86,8% Ja, 1,9% Nein und 11,3% Weiß nicht.

Zur Frage 4 „In der Provinz Bozen wird vielfach der Wunsch nach Ausübung des Selbstbestimmungsrechtes geäußert. Sind Sie damit einverstanden, dass die Bevölkerung der Provinz Bozen mit einem Referendum auf friedliche und demokratische Weise über ihre Selbstbestimmung entscheiden kann?“ sagten 64,1% Ja, 35,9% Nein und keine Weiß nicht!

Zum Vergleich: Bei der Italienweiten Umfrage hatten auf diese Frage 71,8 % mit Ja, 27,1% mit Nein und 1,1% mit Weiß nicht geantwortet. Anscheinend befürchten im ehemaligen Welschtirol viele Menschen um ihre Autonomierechte, sollte Südtirol sich von Italien verabschieden.

Da diese Umfrage in der Provinz Trient als Ergänzung zur gesamtitalienischen Umfrage erfolgte (bei der die Region Trentino Südtirol ausgeklammert war), wurde mit demselben Anteil an Befragten gearbeitet. Da es für Italien 1000 Befragte auf 60 Millionen Einwohnern waren, wurden im Trentino 53 Personen befragt. Damit liegt auch hier die Fehlerquote bei +/- 3,10% bei einer Wahrscheinlichkeit von 95%. Da die Personen direkt befragt wurden, ist die Fehlerquote sogar etwas niedriger anzusetzen.

Für die Zusammenstellung der Fragen zu diesen erstmaligen Umfragen in Italien zu Südtirol wurde von der Arbeitsgruppe für Selbstbestimmung ein eigenes Team beauftragt (Siehe Bild). Da die Fragen bei einer telefonischen Umfrage kurz, klar, aber auch verständlich formuliert sein müssen, war es für die Gruppe, die sich ( Bild: V. l. n. r.)  aus dem Soziologen Dr. Claudio Bernardoni, dem Obmann Roland Lang, die Bloggerin Dr. Elena Staffler, dem Journalisten Hartmuth Staffler, dem L.- Abg. Sven Knoll sowie eines Marketingexperten zusammensetzte, gar nicht so einfach, die Fragen klar und deutlich zu formulieren. Für ihre Arbeit sei ihnen im Namen der AGS herzlich gedankt.

Roland Lang
Obmann der Arbeitsgruppe für Selbstbestimmung

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