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Sonderrechte für Mitläufer

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Niemand hat das Recht zu glauben. Niemand hat das Recht zu gehorchen. Niemand hat das Recht zu kämpfen. Wer hat das Recht, den in die Gegenwart hereinreichenden italienischen Faschismus so zu reinterpretieren, dass es den ewiggestrigen Anhängern nicht allzu wehtut und er damit als ‚Faschismus light‘ zukunftstauglich bleibt? Die Historikerkommission! Wer hat das Recht, uns bis heute mit tolomeisch-faschistischen und pseudoitalienischen Orts- und Flurnamen zu manipulieren und zwangszubeglücken? Unsere Politiker in Rom und Bozen!

„Niemand hat das Recht, sein Gehorchen als Vorwand für die Rechtfertigung seines Handelns zu benutzen. Gehorchen ist keine Rechtfertigung für Handeln.“ – so der eigentliche Spruch von Hannah Arendt im vollen Wortlaut. Gehorchen im Sinne von ‚den Lakaien machen‘ ist also keine Tugend! Die verantwortlichen Historiker und Politiker ‚gehorchen‘ dennoch. Aus Hannah Arendts Zitat leiten sie Sonderrechte für Mitläufer und somit für sich selbst ab.

Niemand hat das Recht zu gehorchen. Alle haben die Pflicht, die Wahrheit zu sagen – ach ja, bis auf jene Dingsdas mit den Sonderrechten.

Cristian Kollmann

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