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Von wegen „Entschärfung“: Bozner Siegesplatz bleibt Anlaufstelle für ewiggestrige Faschisten

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Die SÜD-TIROLER FREIHEIT hat heute auf einer Pressekonferenz vor dem Bozner Siegesdenkmal die Umbenennung des Platzes in Antifaschismus-Platz gefordert. Die Veranstaltung wurde nicht nur von zahlreichen Journalisten und sonstigen Interessierten besucht – auch Anhänger von CasaPound, einer neofaschistischen und rechtsextremen Bewegung, mischten sich unter die Gäste.

Die in etwa ein Dutzend starke Gruppe störte die Veranstaltung mit nationalistischen Zwischenrufen und drang nach der Pressekonferenz hinter der Abzäunung bis unter das Siegesdenkmal vor, wo sie demonstrativ die italienische Trikolore hochhob, die gleichzeitig den auf das Dokuzentrum hinweisenden Leuchtschriftring verdeckte. Die Botschaft dieser ewiggestrigen Faschisten war auch diesmal absolut unmissverständlich: Nicht nur das so genannte ‚Siegesdenkmal‘, auch der nach diesem benannte Platz hat unangetastet zu bleiben! Ebenso wenig erwünscht ist zudem eine Aufarbeitung der Geschichte des Faschismus, selbst im Keller!

In der Störaktion der CasaPound-Anhänger sieht die SÜD-TIROLER FREIHEIT ihre Kritik an all Jene bestätigt, die, unter dem Deckmantel der Wissenschaft, das Siegesdenkmal und den Siegesplatz als „depotenzialisiert“ reinterpretieren. Es ist schlichtweg naiv, lächerlich und fahrlässig zu behaupten, dass durch ein Dokuzentrum im Untergrund die faschistischen Symbole inklusive faschistischer Nomenklatur nun plötzlich entschärft seien. Die Anhänger von CasaPound haben heute genau das Gegenteil bewiesen. Und dies werden sie immer wieder tun – so lange, dank der Anordnung der Politiker in Rom und Bozen, an der Oberfläche alles so bleibt, wie es ist.

SÜD-TIROLER FREIHEIT | Freies Bündnis für Tirol

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