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Zwischenruf aus Edinburgh: Schottland hat schon gewonnen!

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Edinburgh/Schottland. Das persönliche Gespräch auf der Straße spiegelt nicht das Ergebnis zahlreicher Umfragen wider: Die schottische Hauptstadt ist gesäumt von „Yes“-Aufklebern, Flaggen und Unabhängigkeitsbefürwortern. Dennoch, das Rennen um die Unabhängigkeit Schottlands wird Kopf an Kopf ausgetragen. Doch egal wie sich die Mehrheit des schottischen Volkes letztendlich entscheiden wird, der Sieger steht jetzt schon fest: Schottland.

Bis zu den „Devolution-Acts“ 1998 hatte Schottland noch nicht mal ein eigenes Parlament. Mit dem Aufstieg der linksgerichteten „Scottish National Party“ (SNP) wurde der Ruf nach Abspaltung und Unabhängigkeit immer lauter, und mündete schließlich im Übereinkommen zwischen der Regierung in Schottland und jener in Westminster vom 15 Oktober 2012, in welchem festgelegt wurde, am heutigen 18. September 2014 eine Abstimmung über die Zukunft Schottlands abzuhalten. Durch seine Maximalforderung konnte Schottland Westminster schon jetzt zahlreiche Kompetenzen abringen. Weitere sollen unabhängig des Ausgangs folgen. Die schottische Regierung hat verstanden, was die SVP nicht einsehen will oder kann: Man muss das Maximale fordern, um das Mögliche zu erreichen!

Jeden Passanten mit dem ich bisher sprach, ob Taxifahrer, Bauarbeiter oder Geschäftsmann, einte ein Gefühl: Nach der Abstimmung wird dieses Land ein anderes sein. Oder wie der „Daily Record“ feststellt:

„No matter the result […] change will come to this country“.

Stefan Zelger,
SÜD-TIROLER FREIHEIT
Freies Bündnis für Tirol

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