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30.000 € fürs Gehorchen

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Der Wettbewerb für die Ausschmückung des Mussolinireliefs am Bozner Finanzamtsgebäude mit dem Schriftzug „Niemand hat das Recht zu gehorchen“ hat die Süd-Tiroler Landesregierung knapp 30.000 € gekostet. Dies geht aus der Antwort der Landeskonservatorin Waltraud Kofler-Engl auf eine Landtagsfrage hervor. In ihrer Antwort räumt die Landeskonservatorin zwar ein, dass das Relief durch den geplanten Eingriff unverändert bleibe, doch sie betont gleichzeitig, dass dieser „einen kritischen Kommentar mit betont antifaschistischer Botschaft“ liefere.

Die SÜD-TIROLER FREIHEIT kann dieser Position nichts abgewinnen und bemängelt: „Das Zitat der Philosophin Hannah Arendt wirkt isoliert, völlig aus dem Kontext gerissen und ist auch inhaltlich nicht passend. Wer soll die Botschaft auf Anhieb verstehen und eventuelle Zusammenhänge, die tendenziell forciert hergestellt sind, erkennen?“, fragt die SÜD-TIROLER FREIHEIT.

Für die SÜD-TIROLER FREIHEIT ist die Botschaft der geplanten Maßnahme der Landesregierung jedenfalls folgende: „Wie das faschistische Siegesdenkmal darf auch das Mussolinirelief lediglich mit den altoatesinischen Samthandschuhen berührt werden und muss für eine Faschismus-light-Ideologie zukunftstauglich gemacht werden. Diese Ideologie zielt darauf ab, den in die Gegenwart hereinreichenden Faschismus zu relativieren und ihn als friedenserhaltende Maßnahme zu reinterpretieren.“

Fazit der SÜD-TIROLER FREIHEIT: „Die verantwortlichen Landespolitiker und Landesbeamten haben offenbar nicht das Recht, sondern vielmehr die Pflicht zu gehorchen und sind daher bis heute um die Einhaltung des Mussolonispruchs ‚CREDERE, OBBEDIRE, COMBATTERE‘ bemüht.“

SÜD-TIROLER FREIHEIT – Landtagsklub

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