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Offener Brief der Jungen SÜD-TIROLER FREIHEIT an Landeshauptmann Kompatscher und Landesrat Achammer

Allgemein, Archiv, Jugend

Sehr geehrter Herr Landeshauptmann Kompatscher,
Sehr geehrter Herr Landesrat Achammer,

bezugnehmend zu den jüngsten Ereignissen rund um das Thema Einbruchswellen und organisierte kriminelle Banden in Süd-Tirol, möchten auch wir uns als JUNGE SÜD-TIROLER FREIHEIT zu diesem Thema mit einem Offenen Brief an Sie als politische Verantwortungsträger wenden.

In der Tat ist es so, dass wir ein großes Problem in unserem Land haben. Mehrere junge Menschen sind auch aus diesem Grund auf uns zugegangen und haben uns darum gebeten, in dieser Angelegenheit aktiv zu werden. Viele junge Menschen sind zurecht empört darüber, dass sich kriminelle Handlungen wie Einbrüche in der letzten Zeit häufen und scheinbar sowohl dem Gesetzgeber, als auch den Ordnungskräften die Hände gebunden sind. Dies ist eine Tatsache, sehr geehrter Herr Landeshauptmann und Landesrat, bei der wir hoffentlich einer Meinung sind, dass es diese zu ändern gilt.

Es darf allerdings dabei auch nicht vergessen werden, welche Rolle Sie als politische Verantwortungsträger in dieser Angelegenheit spielen. Schließlich war es niemand Geringeres als ihre Partei, die in den letzten Jahren landauf landab nicht damit gespart hat, allen Süd-Tirolern vorzugaukeln, wie gut es uns doch gehe, dass wir die „weltbeste Autonomie“ hätten und wir im Vergleich mit anderen italienischen Regionen gut dastehen würden.

Wie sehr diese Behauptungen jedoch nichts als fadenscheinige populistische Sprecher waren, zeigen die Ereignisse der letzten Tage und Monate leider allzu deutlich. Wir fragen Sie deshalb vor der ganzen Bevölkerung:

– Was ist das für eine angeblich weltbeste Autonomie, wenn diese uns nicht einmal mehr die nötige Sicherheit liefert, selbst über Gesetze zu entscheiden, welche die Sicherheit der Bürger Süd-Tirols garantieren?

– Was ist das für eine angebliche weltbeste Autonomie, welche nicht einmal erlaubt, in die Kompetenzen der Ordnungskräfte einzugreifen?

– Was ist das für eine angeblich weltbeste Autonomie, welche nicht einmal erlaubt, darüber zu entscheiden, wieviele Zuwanderer wir nach Süd-Tirol holen?

– Was ist das für ein Staat, dessen Kommissäre uns lieber mit Rest-Italien vergleichen, um ja nicht tätig werden zu müssen, um die Bevölkerung zu schützen?

– Was denkt sich die Süd-Tiroler Landesregierung dabei, genau jenem Staat Italien 3 Milliarden Euro Schulden nachzulassen, die Süd-Tirol fehlen, ohne dabei im Gegensatz zumindest die Kompetenz ins Land zu holen, um eventuell eine eigene Landespolizei aufzubauen?

– Was denkt sich die Süd-Tiroler Landesregierung dabei, andauernd bettelnd nach Rom zu fahren, anstatt die Bevölkerung endlich selbst darüber entscheiden zu lassen, ob sie wirklich bei diesem Staat, der nicht einmal mehr die Sicherheit der Bevölkerung garantieren kann, bleiben will?

– Was denkt sich der Landeshauptmann dabei, wenn er kritische Kommentare zu seinem politischen Verhalten gegenüber Bürgern einfach zensiert, ohne dabei ernsthaft auf die Sorgen und Ängste der Bevölkerung einzugehen?

– Was denkt sich der Landeshauptmann dabei, wenn er jegliche Kritik, die gegen ihn gerichtet ist, persönlich nimmt, anstatt auch einmal auf die vorgebrachten Punkte ernsthaft einzugehen und vielleicht auch einmal eigene Fehler einzugestehen?

– Was gedenken Landesrat Achammer und LH Kompatscher zu tun, um die Sicherheit der Bevölkerung endlich wieder zu garantieren?

Auf diese und viele andere Fragen, die Sie vermutlich im Laufe der letzten Tage und Woche persönlich erreicht haben, möchte die Bevölkerung von Ihnen endlich ERNSTHAFTE Antworten haben. Hören Sie daher bitte auf, leere und inhaltslose Floskeln von sich zu geben, sondern liefern Sie bitte endlich Konzepte und Lösungen, die die Bevölkerung versteht und auch die Sorgen ernst nimmt.

Die Bevölkerung ist reif genug, selbst darüber zu entscheiden, was sie wirklich will. Und wenn Sie, lieber Herr Landeshauptmann und Landesrat, wirklich so sicher sind, dass die Bevölkerung auf Ihrer Seite im Rahmen der Autonomie-Politik steht, dann lassen Sie uns doch bitte endlich darüber abstimmen. Wovor haben Sie Angst? Vor einer mündigen Bevölkerung, die nicht länger zu einem Staat gehören will, dessen Gesetze uns jegliche Freiheiten nehmen und nur die Täter schützen?

Wir hoffen auf Ihre Kooperation und werden Sie aufmerksam dabei beobachten, inwieweit Sie hier endlich Aktionen im Sinne der Bevölkerung und Ihrer Sicherheit setzen werden.

Gezeichnet,

Benjamin Pixner, Kastelbell-Tschars
Hannes Innerhofer, Gargazon
Matthias Hofer,
Olang
Tamara Gurschler, Schnals
Fabian Baumgartner, Klausen
Patrick Mauroner, Kastelruth
Christoph Mitterhofer, Meran/Obermais
Peter Gruber, Lana

JUNGE SÜD-TIROLER FREIHEIT
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