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Vetta d’Italia heißt jetzt wieder Klockerkarkopf!

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Diese Schlagzeile erhofft sich Cristian Kollmann von der Süd-Tiroler Freiheit in naher Zukunft auf der Grundlage eines Beschlussantrages, den die Abgeordneten der Bewegung im Landtag einreichen werden.

Der Anlass ist die jüngste Aktion von US-Präsident Barack Obama. Obama sei, so der Toponomastikexperte, soeben mit einem guten Beispiel vorangegangen, das auf der ganzen Welt Schule machen sollte: In Anerkennung der Traditionen der Ureinwohner Alaskas hat der bislang fast nur noch als „Mount Mc Kinley“ bekannte höchste Berg Nordamerikas seinen autochthonen Namen „Denali“ (der Große) zurückbekommen.

Kollmann fragt sich: „Wo bleibt die Anerkennung der Traditionen der Tiroler Bevölkerung? Zu dieser gehört zweifellos auch die im Laufe der Jahrtausende und Jahrhunderte gewachsene Namenlandschaft. Bis heute wird diese durch artifizielle, faschistisch belastete, pseudoitalienische und beleidigende Konstrukte überlagert“. Er führt fort: „Ein Name mit besonders hoher symbolischer Bedeutung und manipulativer Funktion par excellence ist dabei jener des an sich alpinistisch unbedeutenden Berges Klockerkarkopf. Ettore Tolomei taufte diesen Berg bereits im Jahr 1904 zu ‚Vetta d’Italia‘ (Gipfel Italiens) um und gab sich zudem als Erstbesteiger aus. Die Etikette ‚Vetta d’Italia‘ bildet, gemeinsam mit ‚Alto Adige‘, die Spitze jenes Lügengerüsts, auf dem der territoriale Anspruch auf Südtirol bis heute basiert“.

„Dieses Lügengerüst muss endlich zum Einsturz gebracht werden, und den historisch fundierten Orts- und Flurnamen ist jener Respekt zurückzugeben, der ihnen naturgemäß zusteht!“, fordert Kollmann. Die Landtagsfraktion der Süd-Tiroler Freiheit erwartet sich vom Landtag, dass sich dieser von faschistischem Namen- und Gedankengut endlich distanziert und mit der Korrektur des Bergnamens ein wichtiges symbolisches Zeichen setzt. „Alt-Landeshauptmann Luis Durnwalder hat gegen Ende seiner Amtszeit zwar die Rücknahme von ‚Vetta d’Italia‘ verheißungsvoll angekündigt, doch seinen Worten müssen endlich auch Taten folgen!“, mahnt Kollmann abschließend.

Cristian Kollmann

Ergänzung: Etymologie des Namens Klockerkarkopf

Die Benennung geht vom Klockerkar, einem kesselförmigen Almgelände (Kar = Kessel) in der Krimml, aus. Das Klockerkar seinerseits hat den Namen vom darunter befindlichen Hof Klocker. Dieser ist nach einem ehemaligen Bewohner benannt. Klocker ist eine Ableitung vom Verb klocken = pochen und ein alter Ausdruck für den Knappen oder Kesselschmied.

Die Konstruktion „Vetta d’Italia“ soll dagegen den nördlichsten Punkt Italiens suggerieren. Ettore Tolomei, der 1904 auf einem Stein ein „I“ eingeritzt haben soll, ist einem Irrtum aufgesessen, da das östlich vom Klockerkarkopf befindliche Westliche Zwillingsköpfl nördlicher liegt.

Cristian Kollmann

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