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Bunkeranlagen und Panzersperren

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Ganz Südtirol ist übersäht mit einem Netz aus Verteidigungsanlagen, die vor allem in den 30 Jahren als Teil der „Linea non mi fido“ (Ich verlasse mich nicht darauf Linie) errichtet wurden. Mussolini hatte trotz seiner guten Beziehungen zu Hitler, stets die Sorge einer deutschen Invasion und errichtete daher in Südtirol umfangreiche Verteidigungsanlagen, die sich vor allem durch Panzersperren an den Grenzen und durch unzählige Bunkeranlagen auszeichnen.

Die Bunker sind allesamt nach Norden ausgerichtet um somit den „Feind“ besser bekämpfen zu können und im Falle einer erfolgreichen Eroberung, nicht gegen die von Süden zu Hilfe eilenden italienischen Truppen verwendet werden zu können.

Diese Verteidigungsanlagen, die sich heute in einem desolaten Zustand befinden, sind nicht nur eine Verschandelung des Landschaftsbildes, sondern auch eine Gefahr für die Bevölkerung, da sie nicht ausreichend abgesichert und teilweise einsturzgefährdet sind. Immer wieder finden Sammler auch Munitionsreste, die nie fachgerecht vom italienischen Heer entfernt wurden.

Noch immer verbreiten diese Anlagen den Charme eines Kriegsschauplatzes und sind Sinnbild der militärischen Unterdrückung der Faschisten.

Liktoren-Bündel neben der Staatsstraße Richtung Schluderbach
Armando Diaz Tafel in Meran

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