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Tag der Muttersprache: Genug gepfuscht!

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Am 21. Februar wird der von der UNESCO ausgerufene Tag der Muttersprache begangen. Damit soll auf die Bedeutung der Sprachen und deren Erhalt aufmerksam gemacht werden. Die Süd-Tiroler Freiheit nimmt diesen Tag zum Anlass, um an die Wichtigkeit des muttersprachlichen Unterrichts zu erinnern. Die Bewegung fordert die Landesregierung dazu auf, die Experimente mit der deutschen Schule sein zu lassen.

Zwei Jahre wurde der Fachunterricht in einer Fremdsprache an Süd-Tirols Oberschülern getestet. Entgegen allen Beschönigungen von Landesrat Achammer zeigt sich, dass die CLIL-Experimente nichts gebracht haben. Im Gegenteil: Die Italienischkenntnisse verschlechterten sich durch das babylonische Experiment sogar. Im Fachunterricht konnte nur ein Drittel des normalen Pensums geschafft werden.

Trotz der schlechten Ergebnisse lässt die Studie erkennen, wohin die Reise gehen soll. Die Autorin schwadroniert an mehreren Stellen: „Es wird die Notwendigkeit unterstrichen, früher mit dem Unterricht mit der CLIL-Methode zu beginnen. […] einige sehen den besten Weg in einer Vorverlegung auf die Grund- und Mittelschule.“

Die Süd-Tiroler Freiheit ruft die Landesregierung am Tag der Muttersprache dringend dazu auf, das Autonomiestatut nicht noch weiter aufzuweichen. „Ohne muttersprachlichen Unterricht wird unsere Minderheit in Italien langfristig nicht überleben. Genug gepfuscht“, so die eindringliche Warnung der Süd-Tiroler Freiheit.

Stefan Zelger,
Mitglied der Landesleitung und Fraktionssekretär der Süd-Tiroler Freiheit

stefan.zelger@suedtiroler-freiheit.com

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