Der Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit, Sven Knoll, bezeichnet das Auftreten der Landeshauptleute in der Grenzzaunfrage als unkoordiniert und stümperhaft. Anstatt als Europaregion Tirol ein klares Zeichen gegen die Trennung der Tiroler Landesteile zu setzen und selbst politische Maßnahme zu ergreifen, damit es erst gar nicht zu einem unkoordinierten Migrationsstrom bis zum Brenner kommt, verstricken sich die Regierungsparteien in Widersprüchlichkeiten und verlassen sich darauf, dass Italien Hotspots einrichtet.
Sich auf Italien zu verlassen bedeutet jedoch nichts anderes, als selbst untätig zu bleiben und somit einen Grenzzaun am Brenner zu fördern!
Tatsache ist nämlich, dass Italien in den letzten Jahren Tausende von Flüchtlingen unkontrolliert und vorallem unregistriert nach Österreich weitergeschleust hat, um sich selbst des Problems zu entledigen. Diese Praxis wird sich weiter verschärfen, wenn sich die Flüchtlingsroute nach Italien verlagert.
Es ist ein Ausdruck völliger Hilflosigkeit, wenn LH Kompatscher seine Hoffnung in eine Aufteilung der Migranten auf alle italienischen Regionen setzt. Die anderen Regionen werden kein Interesse daran haben und die Migranten schon gar nicht, die so schnell als möglich Richtung Norden wollen.
Die Europaregion Tirol sollte daher selbst aktiv werden und an ihren Südgrenzen ― in Zusammenarbeit mit den österreichischen und italienischen Behörden ― eine Registrierungsstelle einrichten, damit es erst gar nicht zu einem Rückstau am Brenner kommt. Wenige Meter vor der Grenze werden sich die Migrationsströme sicher nicht aufhalten lassen. Wenn aber bereits an der Südgrenze der Europaregion Tirol kontrolliert und registriert wird, verliert die Brennerroute ihre Attraktivität und ein Grenzzaun in der Mitte von Tirol wäre nicht mehr notwendig.
L.-Abg. Sven Knoll
Süd-Tiroler Freiheit.