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Palermo, PD und der Konvent: Die Geister die ich rief…

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Senator Francesco Palermo war ein Verfechter des sogenannten Autonomiekonvents. Aber die Freude mit dem Konvent ist dem Senator vergangen: zu wenig Italiener, zu viel Selbstbestimmung, zu wenig grün, zu viel rot-weiß. Aus diesem Grund hat der PD mit „Open Democrat“ eine Art Gegenkonvent einberufen. Und hier gibt nicht der Bürger die Themen vor, sondern der PD: Proporz, Zweisprachigkeit, Schule.

Die PD-Gegenveranstaltung fand zur selben Zeit statt, als in Neumarkt der richtige Konvent abgehalten wurde. Dies ist umso erstaunlicher wenn man bedenkt, dass Palermo im Senatswahlkreis Bozen-Unterland gewählt wurde. Anstatt die eigenen Wähler, von denen viele Süd-Tiroler italienischer Muttersprache sind, zu mobilisieren, zog man es vor den Autonomiekonvent zu untergraben. Ein ganz und gar nicht demokratisches Verhalten für eine Partei, die sich „Partito Democratico“ nennt.

Indes konnte Palermo in den Reihen des PD persönlich seine Wunschthemen vorbringen. Hier musste er sich nicht mit konkurrierenden Ideen herumschlagen. Hier konnte der PD das fordern, was er auch beim Autonomiekonvent im Auge hatte: Ausbau des Immersionsunterrichts, Aufweichung des Proporzes, Degradierung der Autonomie zu einer Territorialautonomie.

Doch der PD hat die Rechnung ohne die Bürger gemacht. Sie haben in jeder Runde des Autonomiekonvents klargemacht, dass sie den Proporz und Artikel 19 behalten wollen; dass sie Tiroler Identität und Unabhängigkeit stärken wollen; dass sie weniger Italien wollen und nicht mehr; oder am besten gar kein Italien. Die Geister die sie riefen, werden sie nicht mehr los…!

Stefan Zelger,
Mitglied der Landesleitung und Fraktionssekretär der Süd-Tiroler Freiheit

stefan.zelger@suedtiroler-freiheit.com

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