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Nach dem staatlichen Energiekolonialismus kein Landes-Energiezentralismus bitte!

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Der Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit, Bernhard Zimmerhofer, zeigt sich erfreut darüber, dass nach nunmehr 90 Jahren ein unrühmlicher staatlicher Energiekolonialismus zu Ende geht und damit Erträge und Steuern aus den Großkraftwerken gänzlich in Süd-Tirol bleiben.


„Bye-bye Edison“ so lautete die Schlagzeile vom 1. Juni 2016. Die Süd-Tiroler Energiegesellschaft Alperia AG hat mit diesem Datum endgültig die Beteiligungen an neun Süd-Tiroler Großkraftwerken vom italienischen Energieriesen Edison übernommen (die 42% Beteiligung an den zwei SELEDISON-Kraftwerken und die 40% Beteiligung an den sieben Hydros-Kraftwerken). Somit ist Alperia jetzt zu 100% Besitzer der Hydros-Anteile und hat die Beteiligung an SELEDISON auf 77% ausgebaut. Die SELEDISON-Beteiligungen von Selfin (15%) und Vinschger Gemeinden (8%) bleiben unverändert. Als Gegenleistung erhält Edison die Anteile der Alperia AG an 18 Kraftwerken im Friaul.

Aus dem Staatlichen-Energiekolonialismus sollte aber nicht ein Landes-Energiezentralismus entstehen. Die Süd-Tiroler Freiheit spricht sich stets für mehr Subsidiarität und gegen Zentralismus in welcher Form auch immer aus. Die Landesenergiegesellschaft  Alperia AG sollte sich auf die Großkraftwerke konzentrieren und sich von Beteiligungen an kleineren Wasserkraftwerken zurückziehen.

Der Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit, Bernhard Zimmerhofer hat deshalb einen Beschlussantrag eingereicht, in dem die Landesregierung aufgefordert wird, die ALPERIA AG damit zu beauftragen, sich von Beteiligungen an Wasserkraftwerken mit bis zu 3.000 KW mittlerer Leistung zurückzuziehen und an die jeweilige Gemeinde abzutreten in der sich das Kraftwerk befindet und dies zum Preis für das jeweilig eingezahlte Gesellschaftskapital.

L. Abg. Bernhard Zimmerhofer
Süd-Tiroler Freiheit

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