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Flüchtlingskrise: Niemand hat Lösung parat.

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Die Süd-Tiroler Freiheit will in Zukunft vermehrt die Flüchtlingskrise und Migration thematisieren. Diese Entscheidung hat jüngst der Hauptausschuss der Bewegung getroffen.

Cristian Kollmann teilt im Namen des Hauptausschusses mit: „Seit mittlerweile einem Jahr sind die Flüchtlingsproblematik und die Zuwanderung das herausragendste tagespolitische Thema in ganz Europa. Es gehört zwar nicht zu unseren Kernthemen, aber aus aktuellem Anlass müssen auch wir klar Stellung beziehen, zumal wir von unseren Mitgliedern und Sympathisanten auf dieses Thema oft angesprochen werden.“

Sich kritisch zu dem Thema zu äußern, ohne sich dabei den Vorwurf des Rechtspopulismus einzuhandeln, sei schwierig, schreibt die Bewegung. Auf der anderen Seite gebe es die Linkspopulisten, die der Meinung seien, eine nicht überschaubare Anzahl von Migranten, egal welchen Ursprungs, seien für die Gesellschaft verkraftbar.

Cristian Kollmann fordert einen nüchternen Diskurs: „Wenn wir ehrlich sind, müssen wir uns alle eingestehen, dass niemand, egal ob von rechter oder linker Seite, eine Lösung, und schon gar nicht eine kurzfristige, parat hat, ohne dass dabei ein Teil der Gesellschaft riskiert, das Nachsehen zu haben. Für uns steht fest: Der humanitäre Aspekt muss auf jeden Fall berücksichtigt werden, aber gleichzeitig müssen wir uns trauen zu sagen, dass die Aufnahmekapazität jedes Landes begrenzt ist und dass somit eine Obergrenze festgelegt werden muss.“

Was Südtirol betreffe, so solle im Rahmen einer Studie eruiert werden, wie viele Zuwanderer aus anderen Kulturkreisen das Land und die Bewohner verkraften würden, ohne dass der Bestand der deutschen und ladinischen Minderheit und damit der autochthonen Identitäten ernsthaft gefährdet würde. Auch könne es nur im Sinne der Herkunftsländer sein, dass der Großteil der Flüchtlinge ehest möglich wieder in die Heimat zurückkehre, um dort am Wiederaufbau zu helfen.

„Voraussetzungen zu schaffen, damit diese Situation eintritt, ist die eigentich große Herausforderung, steht aber gleichzeitig für eine dauerhafte Lösung, auf die alle, egal ob von rechter oder linker Seite, hinarbeiten müssen. Die Aufnahme von einer wie zur Zeit derart hohen Vielzahl von Migranten kann daher nur eine Zwischenlösung sein“, schreibt Kollmann abschließend.

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