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Gemischtsprachige Schule: Aostatal ist ein warnendes Beispiel

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Der Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit, Sven Knoll, bezeichnet die Forderung nach Einführung gemischtsprachiger Schulen in Süd-Tirol als Gefahr für den Fortbestand der deutschen Sprachgruppe. Wer den Süd-Tirolern die deutsche Schule nehmen will, will ihnen langfristig auch die Identität nehmen. Welch verheerende Auswirkungen die Einführung gemischtsprachiger Schulen für eine sprachliche Minderheit hat, zeigt das Beispiel Aostatal: Dort ist die Italienisierung, ausgehend von den Schulen, weitestgehend abgeschlossen!

Nach dem 2. Weltkrieg hatten im Aostatal noch an die 90 % der Bevölkerung Französisch bzw. Frankoprovenzalisch als Muttersprache. Nach der Einführung gemischtsprachiger Schulen geben heute nur noch 27 % der Aostaner Frankoprovenzalisch und 2 % Französisch als Muttersprache an. Wollen wir so eine Entwicklung auch für Süd-Tirol?

Der Landtagsabgeordnete Sven Knoll sowie der Sprachwissenschaftler Cristian Kollmann haben sich im Aostatal selbst ein Bild von der dortigen Situation gemacht und mit Lehrern, Politikern und Bürgern gesprochen.

Die Folgen dieser fehlgeleiteten Schulpolitik sind verheerend und haben zu einem erheblichen Identitätsverlust geführt.

Ein großer Teil der Bevölkerung weiß heute nicht einmal mehr, warum das Aostatal überhaupt eine Autonomie hat.

  • Viele Menschen fühlen sich nicht mehr als Aostaner, sondern als Italiener.
  • Das Erlernen der französischen Sprache und deren Gebrauch in der öffentlichen Verwaltung wird inzwischen von vielen Bürgern als unnötiger Kostenfaktor und als völlig überflüssig empfunden, da ohnehin alle Italienisch sprechen würden.
  • Die Einführung gemischtsprachiger Schulen hat im Aostatal nicht zu einer vermeintlichen Mehrsprachigkeit geführt, sondern die französische Schriftsprache zur Fremdsprache gemacht und den autochthonen Dialekt, das Frankoprovenzalische, weitgehend zurückgedrängt.

Süd-Tirol darf nicht denselben Fehler machen!

Den Schreiern nach gemischtsprachigen Schulen geht es nicht um die bestmögliche Vermittlung von Sprachkenntnissen, sondern um die Zerstörung der deutschen Schule, da diese der Garant dafür ist, dass aus den Süd-Tirolern auch zukünftig keine Italiener werden. Die Tatsache, dass die gesamte Diskussion nur darauf ausgerichtet ist, dass die Süd-Tiroler mehr Italienisch sprechen sollen, aber von keinem einzigen Politiker die Forderung erhoben wird, dass die Italiener besser Deutsch lernen sollen, zeigt, wohin diese Entwicklung führen soll.

Den Eltern in Süd-Tirol muss daher klar gesagt werden, dass der Fremdsprachenunterricht zwar verbessert werden muss, die deutsche Schule aber keinesfalls aufgegeben werden darf. Durch die Einführung gemischtsprachiger Schulen werden unsere Kindern nämlich nicht bessere Sprachkenntnisse erlangen, sondern dies wird dazu führen, dass sie zukünftig schlechter Deutsch sprechen werden.

L.-Abg. Sven Knoll,
Süd-Tiroler Freiheit.

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