Bozner Stadtregierung

Macht den Siegesplatz wieder zum Talferpark!

Allgemein

Die Süd-Tiroler Freiheit begrüßt den Plan der Bozner Stadtregierung, unter dem so genannten Siegesplatz eine mehrstöckige Tiefgarage zu errichten. Doch der ebenso geplanten, so genannten „rationalistischen“ Gestaltung der Oberfläche des Platzes kann die Bewegung nichts abgewinnen.

Dadurch werde, so Cristian Kollmann, Bozner Ortssprecher der Bewegung, einmal mehr die faschistische Architektur aufgewertet. Kollmann ruft in Erinnerung, wie der Platz einmal aussah: „Auf dem östlichen Teil jenes Platzes, der heute unter dem unrühmlichen Namen ‚Siegesplatz‘ bekannt ist, befand sich einst der Talferpark, im Volksmund ‚Talferallee‘ genannt. Das dreibogige Glyzinientor bildete den Eingang des Anfang des 19. Jahrhunderts dreieckig angelegten Parks. Auf dem westlichen Teil, dort wo sich heute der Parkplatz befindet, standen drei Villen: die Villa Heimat, die Villa Pomona, die Villa Wachtler. Diese wurden, wie die übrigen Villen und Häuser der Umgebung, 1934 abgerissen, um der faschistischen Architektur zu weichen.“

In der nunmehr geplanten Neugestaltung des Platzes hinter dem Siegesdenkmal durch die Bozner Stadtregierung sieht Kollmann die Chance, den Siegesplatz zumindest zum Teil wieder zu dem zu machen, was er einmal war: Ein Ort mit Ruhebänken, mehreren Springbrunnen und kleinen Seen, gesäumt von Sumpfzypressen und anderen Schatten spendenden Ziergewächsen. Idealerweise müsste auch das Siegesdenkmal verschwinden, so Kollmann. Der beliebte Park fand „nicht nur seitens der Bozner Einwohnerschaft, sondern auch seitens der Grieser Kurgäste vollste Würdigung“. Mit diesen Worten hebt ihn Karl Felix Wolff im Jahr 1909 lobend hervor. Am ausführlichsten beschrieben wird der Park im Jahr 1912 von Willhelm Pfaff in seinem Buch „Führer durch die öffentlichen Parkanlagen und Promenaden in Bozen und Gries“, weiß Kollmann zu berichten.

Cristian Kollmann
Süd-Tiroler Freiheit

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