Südtiroler Prothesenregister

Auf Augenhöhe mit Europa

Allgemein

In den letzten Jahren nimmt die Zahl der eingebauten Gelenkprothesen stetig zu. Der Hauptgrund ist die alternde Bevölkerung. Heute leben mehr alte Menschen als junge. Diese Entwicklung gilt europaweit.

Die Implantation von Hüft- und Knieprothesen gehört inzwischen zur Standardleistung an unseren Krankenhäusern. In erster Linie werden Gelenke mit starken Verschleißerscheinungen durch Metall- oder Kunststoffteile ersetzt. Die Patienten können sich dadurch wieder schmerzfrei bewegen und erlangen wieder mehr Leistungsfähigkeit bei der Arbeit und im Sport. Dies bedeutet somit auch einen Anstieg der Lebensqualität.

Seit 2010 werden in Südtirol die Daten zu Gelenkprothesen zentral erfasst und mit internationalen Registern verglichen. Anhand dieser Daten können die Leistungen der Krankenhausabteilungen errechnet und die Implantate kontrolliert und nachverfolgt werden. Das Register dient der Qualitätssicherung, der Qualitätsverbesserung und dem Vergleich mit anderen Ländern. Durch den Austausch von Daten erhält man Zugang zu einem immensen Informationsschatz.

Nach Auswertung der letzten acht Jahre kann zweifelsohne festgestellt werden, dass sich Südtirol auf internationalem Niveau bewegt. Sowohl in der Art der Operation als auch in Bezug auf die Haltbarkeit der Prothesen, die Komplikationsrate oder die Krankenhausaufenthalte. Das Südtiroler Prothesenregister verfügt europaweit über einen der besten Datensätze. Wir stehen auf Augenhöhe mit renommierten Zentren Europas.

Mit der Zunahme der implantierten Gelenkprothesen steigen auch die Kosten für das Gesundheitswesen. Doch die Kosten sind gerechtfertigt. Denn langfristig würden alternative Therapien weitaus mehr kosten. Entscheidend ist schließlich auch, dass Patienten eine neue Lebensqualität gewinnen und bis ins hohe Alter selbständig bleiben können.

Dr. Andreas Tutzer ist Landtagskandidat der Süd-Tiroler Freiheit und Referent im Südtiroler Prothesenregister – einer Arbeitsgruppe zwischen Sanitätsbetrieb und der Landesbeobachtungsstelle für Gesundheit.

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