Pustertaler Landtagskandidaten:

Impulse für die Wirtschaft

Wir Pustertaler Landtagskandidaten der Süd-Tiroler Freiheit fordern „Impulse für die Süd-Tiroler Wirtschaft“.

Kompatschers Fehlpolitik

Viel angekündigt, wenig umgesetzt! Dem Süd-Tiroler Landeshauptmann Arno Kompatscher stellen wir kein gutes Zeugnis für seine Wirtschaftspolitik aus. Kompatscher versprach unter anderem, den Bereich Forschung und Entwicklung verstärkt fördern zu wollen. Fakt ist jedoch, dass Süd-Tirol in diesem Bereich bis heute Nord- und Ost-Tirol und sogar Welsch-Tirol hinterherhinkt. Dementsprechend groß ist der Nachholbedarf. Unter Kompatschers Fehlpolitik, etwa im Gesundheitswesen, im Verkehr und im Postwesen, leidet letztlich auch die Wirtschaft. Vorrangige Aufgabe einer effizienten Wirtschaftspolitik sollte jedoch sein, Rahmenbedingungen zu schaffen, innerhalb derer die Akteure der verschiedenen Wirtschaftsbereiche ihre Tätigkeit ausüben können.

Problem Italien

Das größte Problem für die Süd-Tiroler Wirtschaft sehen wir Pustertaler Landtagskandidaten nach wie vor in der Zugehörigkeit Süd-Tirols zu Italien. Wir alle sind uns einig: Die Schuldenlast des Staates schränkt den Handlungsspielraum der Süd-Tiroler Wirtschaftstreibenden und deren Konkurrenzfähigkeit gehörig ein. Hinzukommt die neue Schuldenpolitik der italienischen Regierung. Die „Neue Zürcher Zeitung“ sprach in diesem Zusammenhang von einem „Triumph der Unvernunft“. Neue Belastungen für die Süd-Tiroler sind vorprogrammiert. Nicht auszudenken wäre ein drohender Austritt Italiens aus der Eurozone und der EU.

Vielseitige Impulse

Damit der Wirtschaft das Leben erleichtert wird, muss und kann durchaus viel mehr unternommen werden. Impulse für die Wirtschaft kommen von vielen Seiten. Allerdings gilt es, diese aufzunehmen und die Politik entsprechend auszurichten. Wir möchten unseren Teil dazu beitragen, indem wir für die diversen Wirtschaftsbereiche folgende Impulse geben:

Arbeitgeber
  • Vereinfachung der bürokratischen Abläufe (z.B. Sicherheitsbestimmungen, Antimafiabestimmungen), die vielfach dem italienischen System geschuldet sind.
  • Stopp der Abwanderung aus dem ländlichen Raum durch steuerliche Anreize für dort ansässige Unternehmen und Dezentralisierung von Landesämtern.
  • Förderung von Jungunternehmen (z.B. durch Zinsnachlass bei Krediten).
  • Unterstützung von lokalen Kreisläufen – vom Landwirt bis zum Händler. Damit die Bevölkerung es vorzieht, lokal einzukaufen, muss es attraktive und vielfältige Angebote geben.
  • Vermehrte Förderung des Einzelhandels sowie von lokalen familiengeführten Klein- und Mittelbetrieben vor Ort. Diese Unternehmen erfüllen auch die Funktion des gesellschaftlichen Austausches und haben für beide Seiten, d.h. sowohl für den Anbieter als auch den Kunden, eine persönlichere Komponente.
  • Aufwertung der Handwerkslehre durch die Möglichkeit des direkten Einstiegs in die Berufswelt nach der Mittelschule, d. h. ohne verpflichtendes 9. Schuljahr, sowie durch steuerliche Entlastung für Klein- und Mittelbetriebe und Lockerung der gesetzlichen Auflagen für Lehrlinge.
  • Senkung der Lohnnebenkosten.
  • Abschaffung der regionalen Wertschöpfungssteuer (IRAP).
Arbeitnehmer
  • Eigene Kollektivverträge für Süd-Tirol. Die Löhne müssen in Süd-Tirol angehoben werden, weil hier, im Unterschied zu Italien, die Lebenshaltungskosten höher sind.
  • Anpassung der Karenzzeit in der Privatwirtschaft an die Karenzzeit des öffentlichen Sektors.
  • Förderung der beruflichen Weiterbildung bzw. einer Umschulung mittels Steuererleichterungen.
  • Landesweit schnelles Internet, damit das Lernen bzw. die Fortbildung sowie das Arbeiten von Zuhause aus für alle erleichtert wird.
  • Eigenes Süd-Tiroler Postwesen, u. a. damit auch für Süd-Tiroler der Beruf des Postangestellten wieder attraktiver wird.
  • Erhalt des Bezirkskrankenhauses Innichen, u.a. damit Arbeitsplätze nicht verloren gehen.
Ausbildung
  • Erweiterung des Ausbildungsangebotes im Bereich der Lehre (Lehre mit Matura), um dem Fachkräftemangel im Handwerks- und Dienstleistungsbereich entgegenzuwirken.
  • Praxisorientierterer Unterricht an den Oberschulen (z.B. in Übungsfirmen und durch Praktika bei Unternehmen), damit möglichst früh die Weichen für das spätere Berufsleben gestellt werden .
  • Optimierung der Berufs- und Bildungsberatung, etwa nach dem Vorbild des Arbeitsmarktservice (AMS) in Österreich.
  • Vermehrte Investitionen in den Bereich Forschung und Entwicklung, damit bereits hierzulande hoch qualifizierte Fachkräfte ausgebildet werden.
  • Bessere Vernetzung zwischen Betrieben und akademischen Einrichtungen zur Nutzung von Synergien.
Tourismus
  • Einheitliche touristische Vermarktung der Europaregion Tirol.
  • Qualitätstourismus statt Massentourismus!
  • Gezielte Anwerbung von Facharbeitern, insbesondere im Tourismus, aus dem deutschen Sprachraum.
  • Zeitnaher Bau der Umfahrungsstraßen von Percha und Kiens sowie zügige Realisierung des Kreisverkehrs in Toblach, um, besonders in der Tourismussaison, den Staus auf der Pustertaler Straße entgegenzuwirken.
  • Landesweite Versorgungssicherheit mit elektrischer Energie, u.a. um Stromausfällen in tourismusstarken Gebieten vorzubeugen.
Landwirtschaft
  • Ausbau von Urlaub am Bauernhof.
  • Schaffung von weiteren Zuverdienstmöglichkeiten für Bauern (z. B. durch vermehrte Förderung von Nischenprodukten).
  • Vorrangiges Angebot von Süd-Tiroler Produkten in öffentlichen Einrichtungen (Krankenhäuser, Kindergärten, Schulen).
  • Stopp der Bauspekulation mit dem landwirtschaftlichen Grün! Süd-Tirol hat wenig produktive Fläche. Umso wichtiger ist es, diese der Landwirtschaft vorzubehalten.
  • Nein zu Wolf und Bär: Sie zerstören die Almwirtschaft.
Süd-Tirol kann mehr!

Wir Pustertaler Landtagskandidaten der Süd-Tiroler Freiheit sind überzeugt: Das wirtschaftliche Potenzial Süd-Tirols gilt es effizienter zu nutzen. Süd-Tirol kann nämlich mehr – selbst so lange, wie es noch bei Italien ist. Unser oberstes Ziel ist und bleibt jedoch ein Süd-Tirol ohne Italien, da Italien konstant instabil ist. Davor müssen wir uns schützen! Machen wir also unabhängig!

Die Pustertaler Landtagskandidaten
der Süd-Tiroler Freiheit

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Die Reden der Abgeordneten im Video
Ruth Candussi – Schleswigsche Partei

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