Ausbau der Start- und Landebahn

Flughafen: Ergebnis der Volksbefragung muss respektiert werden

Mit dem Verkauf der Flughafenbetreibergesellschaft ABD befürchtet die Bezirksgruppe der Süd-Tiroler Freiheit im Unterland/Überetsch den Ausbau der Start- und Landebahn des Flughafens in Bozen. Dies steht jedoch im starken Widerspruch mit dem Ergebnis der Flughafenvolksbefragung vom Jahr 2016. „Denn anders als oft dargestellt, stimmten die Süd-Tiroler damals über das Gesamtkonzept des Flughafens ab, inklusive öffentliche Finanzierung UND Verlängerung der Start- und Landebahn“, zeigt Stefan Zelger von der Süd-Tiroler Freiheit auf. Die Landesregierung würde damit den Volkswillen und das Ergebnis der Volksbefragung ignorieren. Dies führt unweigerlich zu neuen Protest-Maßnahmen im Unterland und Überetsch.

Vor über zweieinhalb Jahren, am 12. Juni 2016, stimmten die Süd-Tiroler mit einer überwältigenden Mehrheit von 70,7 Prozent gegen die Flughafenträume der SVP. In einigen betroffenen Gemeinden im Unterland lag das Ergebnis bei bulgarischen 90 Prozent. „Die Bewertung und die Ausschreibung der Flughafen-Betreibergesellschaft ABD wurden offensichtlich in die Länge gezogen, um jetzt nach der Landtagswahl das zu tun, was Kompatscher und Co. immer wollten: Den Flughafen ausbauen und die Start- und Landebahn verlängern“, zeigt sich Zelger überzeugt.

Anders als es der Landeshauptmann gerne darstellt, hat die Bevölkerung nicht „nur“ gegen die Finanzierung des Flughafens mit Steuergeld gestimmt, sondern gegen das Gesamtkonzept der Landesregierung, enthalten im Gesetz Nr. 60 aus dem Jahr 2015, „Bestimmungen zum Flughafen Bozen“. Darin enthalten, und damit abgelehnt, war auch der Ausbau und die Verlängerung der Start- und Landebahn!

Der Bezirkssprecher Werner Thaler befürchtet, dass die Landesregierung zukünftig durch den Ankauf einer größeren Anzahl von Flug-Tickets den Flugbetrieb indirekt mitfinanzieren würde. Eine Missachtung des Ergebnisses der Volksbefragung würde das Misstrauen in die Politik nur weiter stärken. Es wäre Wasser auf die Mühlen aller Nichtwähler, die mit dem Argument “die da oben machen sowieso, was sie wollen” von den Wahlen fernbleiben. Als nächstes bei der EU-Wahl am 26. Mai.

Werner Thaler
Bezirkssprecher der Süd-Tiroler Freiheit im Unterland/Überetsch

Stefan Zelger
Mitglied der Bezirksleitung

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Europawahlen, Katalanen, Ortlerfront und Ehrungen
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