Autonomie als Übergangslösung

Was wird aus den Ergebnissen des Autonomiekonventes?

An die 2.000 Südtiroler haben am Autonomiekonvent in den sogenannten Open-Space-Veranstaltungen vor rund drei Jahren mitgewirkt. Anschließend hat der Konvent der 33 ein Schlussdokument für den Ausbau der Autonomie für Südtirol erarbeitet. Seither ist nicht mehr viel passiert kritisiert die Süd-Tiroler Freiheit. In einer Landtagsanfrage wollen nun die Abgeordneten der Bewegung, Sven Knoll und Myriam Atz Tammerle, der Frage nachgehen, was nun mit den Ergebnissen des Autonomie-Konventes passiert. Somit muss der Landeshauptmann auch klar darüber Auskunft geben, ob die Arbeit der Konvent-Teilnehmer umsonst war.

Laut dem Leitungsmitglied der Süd-Tiroler Freiheit, Werner Thaler, ist es die Politik den Teilnehmer des Autonomiekonventes schuldig, die Ergebnisse auf politischer Ebene breit zu diskutieren und bestmöglich umzusetzen. Derzeit hat es den Anschein, dass einige Ergebnisse den regierenden Politikern nicht gefallen und man deshalb die Sache lieber ruhen lässt. Auch in der Regierungsvereinbarung der neuen Landesregierung ist nichts über die Umsetzung der Ergebnisse des Autonomiekonvents zu lesen.

In den zahlreichen Treffen hat sich der Autonomiekonvent z.B. für die Abschaffung des Regierungskommissariates und der Region ausgesprochen, die Beibehaltung des ethnischen Proporzes sowie des muttersprachigen Unterrichts gefordert. Darüberhinaus wurde eine Aufwertung der ladinischen Sprachgruppe vorgeschlagen und die Beibehaltung der Ansässigkeitsklausel für die Ausübung des Wahlrechtes eingefordert. Große Zustimmung gab es im Konvent auch für die Forderung einer echten Finanz- und Steuerautonomie, um nur einige der Themen zu nennen.

Die Gesamtkosten für den Konvent beliefen sind auf rund 350.000 Euro.

Werner Thaler
Leitungsmitglied der Süd-Tiroler Freiheit

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Zweisprachigkeit: INPS/NIFS diskriminiert Südtiroler
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