Bozen/Verkehr

Bürger durch katastrophale Verkehrspolitik enteignet!

Als Schande bezeichnet Peter Brachetti, Mitglied der Ortsgruppe Bozen der Süd-Tiroler Freiheit, das Fahrverbot für Dieselfahrzeuge der Klasse Euro 3, welches ab 1. Juli in Kraft getreten ist. Bestraft werde der Mittelstand, der täglich zur Arbeit pendelt und sich nicht alljährlich ein neues Auto leisten könne.

Die Stadt Bozen, so Brachetti, hätte sich in einer Hauruck-Aktion in eine Sackgasse manövriert, aus der es – zu Lasten der Bürger und Pendler – keinen Ausweg mehr gibt, ohne den Kopf zu verlieren. In blindem Gehorsam, mit Blick auf fehlerhafte Meldungen aus Deutschland, sei die Bozner Stadtregierung der Mähr aufgesessen, der Dieselmotor wäre Hauptverursacher von Feinstaub. Dabei sei diese These bereits wiederlegt, denn der Reifenabrieb würde ein etliches mehr an Feinstaub produzieren. „Glaubt die Bozner Stadtverwaltung im Ernst, Dieselfahrzeuge von Euro 3 aufwärts, Benzin- und Elektrofahrzeuge würden fliegen und keinen Abrieb verursachen?“, schüttelt Brachetti den Kopf.

Durch dieses kurzsichtige und undurchdachte Agieren würde die Bozner Verwaltung nicht nur die Bürger enteignen, sondern auch vor existenzielle Schwierigkeiten stellen: „Es kann sich nicht jeder so mir nichts, dir nichts ein neues Auto leisten, welches den Bürokraten im Bozner Rathaus genehm ist. Eine Familie mit zwei Kindern, die ein Durchschnittseinkommen bezieht, hat in der Regel andere finanzielle Prioritäten als ein Bürgermeister, der ein Vielfaches von ihnen verdient.

Dieselben Bestimmungen, so Brachetti, würden ab 1. Jänner 2020 auch für Nutzfahrzeuge in Kraft treten. Dann ginge es den Kleinunternehmern und Handwerkern an den Kragen – also jenen, die für ihre Transporter hart sparen müssen.

Brachetti ruft alle Betroffenen auf, Protestschreiben an die Gemeinde zu richten, um ein Einsehen zu erzwingen und bei den kommenden Gemeinderatswahlen eine Wahl der Vernunft zu treffen.

Peter Brachetti
Süd-Tiroler Freiheit – Bozen

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