Chance vertan!

SVP für Beibehaltung der künstlichen Übersetzungen von Straßennamen

Mit den Stimmen der Mehrheitspartei wurde bei der letzten Gemeinderatssitzung der Beschlussantrag der Dörferliste Natz-Schabs-Raas-Aicha-Viums „Straßennamen: Authentizität statt Aufgesetztheit“ abgelehnt.

Dem vorausgegangen sind Fehlinformationen welche während der Sitzung gestreut wurden und jeder rechtlichen Grundlage entbehren. So wurde argumentiert, dass Ortsnamen (auch wenn diese bei Straßenbezeichnungen vorkommen) in jedem Fall übersetzt werden müssen. Die Dörferliste machte daraufhin den Vorschlag, den Beschlussantrag zurückzuziehen, wenn diese rechtliche Grundlage vorgelegt werden würde. Doch diese konnte nicht vorgelegt werden, da es diese nicht gibt.

Fakt ist, dass diese künstlichen Übersetzungen weder das Autonomiestatut vorschreibt noch gibt es hier irgendwelche Durchführungsbestimmung. Darüber hinaus gibt es bereits einige Gemeinden in unserem Land, welche auf die aufgesetzten Übersetzungen von Ortsnamen auf Straßenschildern freiwillig verzichten und die historisch richtigen Ortsnamen verwenden.

Betont wurde hier von Seiten der Dörferliste auch, dass es nicht um die Zweisprachigkeit geht, sondern um die Beseitigung der Ortsbezeichnungen welche unsere Geschichte in eine falsche Identität rücken sollten. In diesem Fall „Spinga“ und „Viumes“, beides Relikte der tolomeischen Methode.

Zum Schluss wurde noch argumentiert, man könne es den Bürgern nicht zumuten, einen neuen Ausweis zu holen. Da stellt sich der Dörferliste schon die Frage, wie wichtig der SVP noch unser kulturelles Erbe wie Flurnamen und Ortsnamen sind.

Nachfolgend noch der beschließende Teil des Beschlussantrages:

1. Der Gemeinderat spricht sich für den Erhalt des historisch fundierten Orts- und Flurnamenguts aus, da dieses für die gesamte Gemeinschaft identitätsstiftend ist und ein kollektives sprachlich-kulturelles Erbe darstellt.

2. Der Gemeinderat missbilligt jede Art von forcierten und künstlichen Übersetzungen, sei es von Orts- und Flurnamen, sei es von Straßennamen, da diese Ausdruck von mangelndem Respekt vor der Authentizität des Namenguts und hinderlich für das friedliche Zusammenleben sind.

3. Der Gemeinderat fordert den Gemeindeausschuss auf, eine Revision des Straßensamenverzeichnisses vorzunehmen mit dem Ziel, forcierte und künstliche Übersetzungen von Straßennamen zurück zu nehmen (in diesem Fall „Via Spinga“ und „Via Viumes“).

4. Der Gemeinderat fordert den Gemeindeausschuss auf, bei Neubenennungen von Straßen auf künstliche und aufgesetzte Übersetzungen zu verzichten.

Sonja Rienzner Ploner
Andreas Köck
Gemeinderäte der Dörferliste

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