Hausärztemangel in Süd-Tirol

Nur 15 von 91 Stellen besetzt – Berufsbild aufwerten!

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Der Hausärztemangel in Süd-Tirol wird immer akuter. Viele Ärzte gehen mit 65 bzw. „müssen“ mit 70 Jahren in den Ruhestand treten. Wie akut die Lage für die Süd-Tiroler Bürger ist und ob man in den kommenden Jahren in Süd-Tirol noch über ausreichend Hausärzte verfügen wird, fragte die Süd-Tiroler Freiheit bei der Landesregierung nach.

Landesrat Thomas Widmann teilte den Abgeordneten Myriam Atz Tammerle und Sven Knoll mit, dass in den letzten fünf Jahren landesweit 60 Ärzte für Allgemeinmedizin in den Ruhestand getreten sind. Zudem sei es absehbar, dass bis Ende 2021 weitere 17 Ärzte aufgrund des Erreichens des 70. Lebensjahres in Ruhestand treten werden.

Im Frühjahr 2019 wurden landesweit 91 Stellen für Ärzte für Allgemeinmedizin ausgeschrieben. Eine vertragsgebundene Stelle angetreten haben daraufhin nur 15 Ärzte! In diesem Jahr werden insgesamt 9 Ärzte ihre Ausbildung als Allgemeinmediziner abschließen, im Jahr 2020: 12 Abschlüsse, 2021: 25 Abschlüsse, 2022: 24 Abschlüsse.

Berufsbild der Hausärzte aufwerten!

„Um den enormen Bedarf an Hausärzten abzudecken, bleibt zu hoffen, dass sich jene Ärzte, die in den kommenden Jahren ihren Abschluss als Arzt für Allgemeinmedizin machen, dann auch in Süd-Tirol bleiben und als Hausarzt tätig sind“, so die Abgeordnete Myriam Atz Tammerle. Bereits mehrmals betonten die Abgeordneten der Süd-Tiroler Freiheit im Landtag, dass es wichtig sei, das Berufsbild der Hausärzte in Süd-Tirol durch den Abbau von Bürokratie und der Übertragung von mehr Kompetenzen aufzuwerten.

Myriam Atz Tammerle, Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit.

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