Gemeindepolitik

Opposition in Partschins gestaltet Politik erfolgreich mit

Defibrillationssäulen, Wolf und Bär, Umweltschutztag, Rechtsstreitigkeiten der Gemeinde sind die aktuellen Themen der Gemeinderäte Gertraud Gstrein, Dietmar Weithaler und Christian Pföstl. Sicherheit und deren Wahrung sind seit jeher Grundbedürfnisse der Bürger. Deshalb haben Gertraud Gstrein und Dietmar Weithaler, Gemeinderäte der Südtiroler Freiheit, gemeinsam mit dem Ratskollegen der Freiheitlichen, Christian Pföstl, in den letzten Monaten mehrere Beschlussanträge ausgearbeitet. Zwei Anträge standen in der Juni-Ratssitzung auf der Tagesordnung. Zum einem sollte die Möglichkeit zur Errichtung von Frühdefibrillationssäulen geprüft und zum anderen der Schutzstatus von Wolf und Bär abgesenkt werden.

Bereits 25 Südtiroler Gemeinde haben an öffentlich zugänglichen Orten „AED-Säulen“ installiert. Weitere 10 Gemeinden wollen in nächster Zeit diesem Beispiel folgen. Im Notfall können damit bereits vor dem Eintreffen des Rettungsdienstes auch durch Laien Wiederbelebungsmaßnahmen eingeleitet werden. Bislang gibt es in der Partschinser Gemeinde jedoch an keinem öffentlichen Platz eine „AED-Säule“. Die Gemeinderäte der Süd-Tiroler Freiheit Gertraud Gstrein und Dietmar Weithaler haben gemeinsam mit dem Ratskollegen Christian Pföstl von den Freiheitlichen diesbezüglich einen Beschlussantrag hinterlegt. Auf Vorschlag des Bürgermeisters wurde der Antrag verschoben, weil es ein entsprechendes Projekt mit der Sektion Weißes Kreuz in Naturns gebe.

Aufgrund der letzthin immer häufiger werdenden Wolfs- und Bärensichtungen in anderen Landesteilen haben die Oppositionskräfte in Partschins einen entsprechenden Beschlussantrag eingebracht. „Unsere dicht besiedelte und bewirtschaftete Kulturlandschaft ist als uneingeschränkter Lebensraum für das Großraubwild nicht geeignet. Wolf und Bär sind eine reale Gefahr in mehreren Aspekten des alltäglichen Bereichs“, begründet Gemeinderat Dietmar Weithaler von der Süd-Tiroler Freiheit die Entscheidung zum Antrag. Mit der Behandlung in der Juni-Ratssitzung wurde die Gemeindeverwaltung unter anderem dazu aufgefordert, alle Maßnahmen von Verbänden und Organisationen, welche sich für ein wolf- und bärenfreies Land Südtirol einsetzen, zu begrüßen und diese im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten zu unterstützen. Der Antrag wurde angenommen, mit Ausnahme der zwei letzten Punkte, welche den Bürgermeister für die Gewährleistung eines großraubwildfreien Partschins binden sollten.

Sozial- und umweltpolitische Themen gaben in den letzten Monaten in der Ratsarbeit der Freiheitlichen und der Süd- Tiroler Freiheit in Partschins immer wieder den Ton an. Auch deshalb wurde für die August-Ratssitzung ein fraktionsübergreifender Beschlussantrag zur Einführung eines Umweltschutztages hinterlegt. Ebenso wurde eine Anfrage zu Anzahl und Kosten von Rechtstreitigkeiten der Gemeinde Partschins gegenüber Dritten eingereicht.

Um ein Dorf nachhaltig zu führen, muss die Politik die kurz- und langfristigen Auswirkungen ihres Handelns auf Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft, sowie deren Wechselwirkungen gleichwertig berücksichtigen. Die Opposition kann das Geschehen in der Gemeinde nicht direkt lenken, aber sie kann es erfolgreich beeinflussen.

Christian Pföstl, Ratsfraktion der Freiheitlichen
Gertraud Gstrein und Dietmar Weithaler, Ratsfraktion der Süd-Tiroler Freiheit

, , , ,
Kampf um Süd-Tirol: Interview mit Freiheitskämpfer Jörg Klotz
Wahlfreiheit für Eltern, die Kinder daheim betreuen wollen

Das könnte dich auch interessieren

Menü