Fragestunde Oktober 2019

Einsprachig italienische Busfahrer, Josefitag uvm.

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In der aktuellen Fragestunde im Landtag ging es der Süd-Tiroler Freiheit diesmal u.a. um einsprachig italienische Busfahrer, den Josefitag und der Magnetresonanz. Alle Anfragen sind auch unter https://suedtiroler-freiheit.com/landtag/anfragen/ einsehbar.

Ein Bürger, welcher jeden Tag mit dem Busersatzdienst von Mals nach Schlanders fährt, teilte der Süd-Tiroler Freiheit mit, dass auf dieser Linie angeblich nur süditalienische Busfahrer eingesetzt werden, berichtete Sven Knoll. Diese würden sich nicht bemühen, Deutsch zu sprechen. Im Gegenteil, sie würden auf die italienische Sprache beharren. Knoll stellte dazu folgende Fragen: Welche Firma wurde mit dem Busersatzdienst von Mals nach Schlanders beauftragt? Stimmt es, dass größtenteils nur einsprachige (italienische) Busfahrer eingesetzt werden? Was will die Landesregierung unternehmen, um das Problem umgehend zu beheben? Knoll fügte hinzu, dass es solche Missstände auf vielen Linien gebe.

Derzeit habe man in Südtirol kritische Situationen, räumte LR Daniel Alfreider ein. Mit dem genannten Ersatzdienst sei die SAD beauftragt worden. Wer mit den Fahrgästen in Kontakt stehe, müsse ausreichende sprachliche Kenntnisse haben, um Fragen beantworten zu können. Es könne aber sein, dass trotz Zweisprachigkeit die Auskunft in der Muttersprache des Kunden verweigert werde. Daher weise das Land immer wieder auf die Pflicht hin. Der Missstand hänge mit der prekären Situation im öffentlichen Nahverkehr zusammen, die man derzeit zu beheben versuche.


Der Landtag hat mit dem Begehrensantrag Nr. 5/19 unter anderem die Forderung erneuert, dass das Fest des hl. Josef (19. März) in Südtirol wieder als gesetzlicher Feiertag anerkannt wird, erklärte Myriam Atz Tammerle und stellte folgende Fragen: Welche Initiativen hat die Landesregierung bislang hierzu gesetzt? Inwieweit wurde der Begehrensantrag insgesamt umgesetzt?

Der genannte Begehrensantrag sei im Landtag noch gar nicht behandelt worden, antwortete LR Arnold Schuler. Es habe aber auch in der Vergangenheit solche Vorstöße gegeben, bislang ohne Erfolg. Das Land hätte dafür den Pfingstmontag eintauschen können, aber das wäre nicht auf viel Freude gestoßen. In Tirol sei der Josefitag übrigens nur für die öffentlich Bediensteten ein Feiertag.


Seit Jahren ist von einem Zusammenschluss der Stromleitungen am Brenner die Rede, bemerkte Sven Knoll. Die grenzüberschreitende Stromverbindung wurde bekanntlich nach den Anschlägen 1961 unterbrochen. Ein Zusammenschluss wurde vor drei Jahren für 2018 bzw. spätestens Frühjahr 2019 angekündigt. Knolls Fragen an die Landesregierung: Wann wird die grenzüberschreitende Stromverbindung am Brenner realisiert werden? Warum konnte der sogenannte Zusammenschluss des Stromnetzes bislang noch nicht umgesetzt werden? Welche baulichen bzw. gesetzlichen Maßnahmen müssen dafür dies- und jenseits des Brenners noch getroffen werden? Wird auch am Reschenpass ein Zusammenschluss des Stromnetzes realisiert? Wie ist dort der Stand der Arbeiten?

LR Giuliano Vettorato wies auf die unterschiedlichen Spannungen hin, die einen Transformator nötig machten, der in Bahnhofsnähe aufgestellt werde. Die Verbindung werde bereits im kommenden Dezember teilweise offen sein, zwischen Pfitsch und Brenner, im Dezember 2020 sei dann laut Terna mit der vollständigen Verbindung Österreich-Italien zu rechnen. Am Reschenpass würden die Arbeiten 2020 beginnen und voraussichtlich 2022 abgeschlossen.


Wer im Krankenhaus Bozen eine Magnetresonanz durchführen lässt, findet dort Informationsschriften in italienischer, englischer und sogar arabischer Sprache, berichtete Sven Knoll. Das einzige was man dort vergeblich sucht, sind Informationen in deutscher Sprache. Knoll stellte dazu folgende Fragen: Wie erklärt die Landesregierung diesen x-ten „Einzelfall“ bei dem der Gebrauch der deutschen Sprache im Südtiroler Gesundheitswesen missachtet wird? Wer hat die Anbringung dieser Informationsschilder im Krankenhaus Bozen veranlasst? Warum wurde wieder einmal die deutsche Sprache missachtet? Wird die Landesregierung dafür Sorge tragen, dass die Informationen auch in deutscher Sprache angebracht werden?

In diesem Fall sei Knoll nicht korrekt informiert worden, antwortete LR Thomas Widmann. Die arabische Schrift sei das Ergebnis einer Kunstausstellung, es handle sich um Gedichte in Arabisch, Englisch, Italienisch und anderen Sprachen. Davon abgesehen müsse man natürlich für zweisprachige Informationen für die Dienste sorgen.

(Quelle: Südtiroler Landtag)

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„Tirol – geteiltes Land“
„Wir schützen unsere Heimat“

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