Landesversammlung 2019

„Werden bei doppelter Staatsbürgerschaft nicht lockerlassen!“

Allgemein, Schlagzeilen

Rot-weiße Fahnen, strahlender Sonnenschein, alt-ehrwürdige Schlossgemäuer, prominente Gäste und ein volles Haus: Das war die Kulisse für die Landesversammlung der Süd-Tiroler Freiheit. Auf Schloss Maretsch stimmte sich die Bewegung auf die Gemeindewahlen ein und versprach, sich weiterhin vehement für die österreichische Staatsbürgerschaft für Süd-Tiroler einzusetzen.

Solidarität mit Katalonien

Grußworte an die Landesversammlung richteten Florian Weber, Vorsitzender der Bayernpartei, die ehemaligen Landtagsabgeordneten der Süd-Tiroler Freiheit, Eva Klotz und Bernhard Zimmerhofer, Maximilian Kurz, Gemeinderat in Innsbruck und Krystyna Schreiber, Delegierte der katalanischen Regierung in Mitteleuropa. Schreiber war der Landesversammlung über Skype zugeschaltet und berichtete von den letzten Entwicklungen in Katalonien. „In Katalonien werden EU-Standards und Grundrechte angegriffen und das wird in der ganzen Welt wahrgenommen“, betonte Schreiber. „Die katalanische Regierung sucht den Dialog. Es braucht deshalb nun Druck auf die künftige spanische Regierung, denn es ist ein Präzedenzfall für ganz Europa!“

Als Zeichen der Verbundenheit mit dem katalanischen Volk startete die Süd-Tiroler Freiheit auf der Landesversammlung eine Solidaritätsbekundung unter dem Motto „Selbstbestimmung ist Demokratie! Freiheit für die katalanischen politischen Gefangenen“.

Haimbuchner: „Werden uns weiterhin für Doppelpass einsetzen“

Nach dem Tätigkeitsbericht der Bewegung und der Jugend (siehe eigene Pressemitteilungen) ging das Wort an den Ehrengast, den Landeshauptmann-Stellvertreter von Oberösterreich, Dr. Manfred Haimbuchner. Haimbuchner unterstrich dabei seine Verbundenheit mit Süd-Tirol. Er betonte, dass es für die Politik in Wien gelte, die Bewusstseinsbildung für Süd-Tirol zu fördern.

Und auch auf die doppelte Staatsbürgerschaft ging der Parteiobmann-Stellvertreter der FPÖ ein: „Wir haben und wir werden uns weiterhin für die Erlangung der Österreichischen Staatsbürgerschaft für Süd-Tiroler stark machen!“. Nur wohlmeinende Worte für die Süd-Tiroler, sagte Haimbuchner, seien zu wenig.

Gemeindewahlen, Hauptausschuss und doppelte Staatsbürgerschaft

Auf der Landesversammlung gab die Bewegung den Startschuss für die Gemeindewahlen im Mai. Der Gemeinderat und langjährige Jugendsprecher der Bewegung, Benjamin Pixner, stimmte auf die Wahl ein.

Zum Schluss ging das Wort an die Landtagsabgeordneten der Süd-Tiroler Freiheit. In ihrer Rede betonte Myriam Atz Tammerle, dass es mehr denn je Standhaftigkeit brauche: „Die Versuche Italiens, aus Süd-Tirol eine stinknormale italienische Provinz zu machen, sind nicht weniger geworden, nur leiser und perfider!“.

Sven Knoll ging in seiner Rede vor allem auf die doppelte Staatsbürgerschaft ein. „Wir lassen uns nicht von unserem Weg abbringen, weil wir wissen, wie wichtig die doppelte Staatsbürgerschaft für unser Land, unsere Menschen und unserer Autonomie ist!“. Erfreut zeigte sich Knoll deshalb über das Ergebnis einer Umfrage, die diese Woche veröffentlicht wurde: „Wenn ohne Vorbereitung mehr als 140.000 Süd-Tiroler sagen, dass sie die österreichische Staatsbürgerschaft annehmen würden, zeigt das nur, wie wichtig dieses Thema ist. Wir tun gut daran, nicht eher locker zu lassen, bis wir Süd-Tiroler wieder einen rot-weiß-roten Pass in der Tasche haben!“

Auf der Landesversammlung wählten die Mitglieder der Süd-Tiroler Freiheit zudem die fünf Vertreter für den Hauptausschuss. Künftig werden, neben den 15 gesetzten Vertretern der Jugend, der Landtagsfraktion und der Bezirke, Stefan Zelger (Tramin), Christoph Mitterhofer (Meran), Siglinde Gander Stocker (Prad), Peter Brachetti (Bozen) und Herbert Campidell (Niederdorf) dem Hauptausschuss angehören.

Mit dem Absingen der Landeshymne und – passend zum heutigen Nationalfeiertag – der österreichischen Bundeshymne, endete die Landesversammlung der Süd-Tiroler Freiheit.

Stefan Zelger, Mitglied der Landesleitung der Süd-Tiroler Freiheit.

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„Von uns hört man nicht nur vor Wahlen etwas!“
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