Tirol isch lei oans, ...

11. November: Das Land Tirol in Trauer

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Am heutigen 11. November („Das Land Tirol in Trauer“) heißt es, die Tiroler Fahne mit Trauerflor zu hissen, schreibt die Vize-Landesjugendsprecherin der Süd-Tiroler Freiheit Melanie Mair in einer Aussendung. Denn heute vor genau 101 Jahren besetzte das italienische Militär Südtirol bis zum Brenner, als Folge des Waffenstillstandes zwischen Österreich-Ungarn und Italien nach dem 1. Weltkrieg.

Südtirol unterstand seitdem einer Militärregierung und wurde entschieden von Österreich und dem Ausland abgeriegelt. Die Besetzung des Brenners war somit der Beginn eines neuen Zeitalters für Südtirol – ein Leben unter der Herrschaft Italiens.

Seitdem ist das durch Sprache, Kultur und Bräuche verbundene Tirol nicht mehr eins und wird durch die zuvor noch nie da gewesene Brennergrenze getrennt. Aber es liege schlussendlich an uns selbst, ob wir den Brennerpass zur Grenze machen und die Ansicht vertreten, dort ist der Teil Tirols in Österreich und auf der anderen Seite befindet sich Südtirol, oder ob wir uns immer mehr bewusst werden, dass wir dieselbe Sprache sprechen und dieselbe Kultur und Traditionen leben, ist Mair überzeugt. Und weiter: „Die Grenze wird durchlässiger, indem wir auf den jeweils anderen Teil Tirols schauen, uns dafür interessieren und vor allem die Zusammenarbeit fördern, sei es im privaten Bereich, durch Vereine oder Politik“.

Wichtig dabei ist, dass diese Zusammenarbeit nicht nur eine leere Hülse bleibt, sondern mit Leben gefüllt wird. Denn eines ist gewiss, schließt Melanie Mair: „Tirol isch a wunderschians Landl, für des sich jeder Einsotz auszohlt, egal wie groaß oder kluan er isch.“

Melanie Mair
Vize-Landesjugendsprecherin der Süd-Tiroler Freiheit

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Unrechtsgrenze am Brenner symbolisch beseitigt.

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