Süd-Tiroler Freiheit Lana

Faschistischer Obelisk muss ins Museum!

LANA – Vor Kurzem ist im Rathaus Lana ein Ansuchen des „Komitee Gampenstraße“ eingetroffen. In diesem Schreiben wird die Gemeinde aufgefordert den faschistischen Obelisk wieder an seinem originalen Standort im Kreisverkehr beim Forsterbräu zurück zu verlegen. Seit einigen Jahren befindet sich die Säule neben dem Kreisverkehr der Max-Valier-Straße am Dorfausgang. Die Gemeinderäte der Süd-Tiroler Freiheit, Peter Gruber und Philipp Holzner, positionieren sich klar gegen diese Forderung. „Die Faschistensäule gehört ins Museum und nicht auf die Straße!“, fordert Gruber.

Brisant an der Säule ist das eingemeißelte Liktorenbündel. Diesem wurde zwar nach dem Niedergang das Beil abgeschlagen, dennoch stellt es die Symbolik des Faschismus dar. Vom Bürgermeister Harald Stauder wurden alle Ratsfraktionen dazu aufgefordert eine Stellungnahme zu diesem Ansuchen auszuarbeiten.

Die Süd-Tiroler Freiheit hat bereits im Jahr 2012 in einem Beschlussantrag im Gemeinderat die Verlegung dieser Säule ins Bunkermuseum „Gampengallery“ gefordert. Dieser Antrag wurde aber von der SVP abgelehnt. Auch aus einer Landtagsanfrage der Süd-Tiroler Freiheit ist klar hervorgegangen, dass die Gemeinde Lana für diese Säule zuständig ist.

Die beiden Gemeinderäte der Süd-Tiroler Freiheit konnten auch den Gemeinderat der Bürger Union für Südtirol, Roland Stauder, dazu bewegen gemeinsam eine Stellungnahme einzureichen.

Stellungnahme Obelisk Gampenstraße

Der Obelisk, welcher derzeit am Kreisverkehr Max-Valier-Straße steht, ist sehr wohl ein faschistisches Denkmal. Wer den Obelisk genauer betrachtet erkennt, dass auf der nach Norden ausgerichteten Seite ein Liktorenbündel eingearbeitet ist. Diesem Liktorenbündel wurde nach dem Fall des Faschismus der Beil abgeschlagen. Es ist dieselbe Art von Bündel, wie die 14 gewaltigen Liktorenbündel, die den Triumphbogen des Siegesdenkmales in Bozen tragen, sie stellen als Bildsymbol des Faschismus die „Fasces“ dar. Die Fasces im Faschismus sind dem Hakenkreuz im Nationalsozialismus gleichzusetzen. Beides sind Symboliken zur Verherrlichung von extremistischen, totalitären und Menschenverachtenden Ideologien.

Fasces: Es ist ein Bündel von Stäben mit einem am äußeren Rande eingesteckten Beil. Im alten Rom wurden sie von Liktoren, den höchsten Befehlshabern (Diktatoren, Konsuln oder Prätoren) als Amts- und Würdezeichen vorangetragen. Sie galten als Symbol für die Herrschaft über Leben und Tod. Die durch ein gemeinsames Band zusammengehaltenen Stäbe wurden als symbolische Aufforderung zu nationaler Geschlossenheit ausgelegt. Für Mussolini selbst waren sie ein „Symbol der Einheit, der Kraft und der Gerechtigkeit“ 1926 wurden die Fasces zum Staatssymbol erhoben, bis 1943 blieben sie es. (Quelle: Manfred Lurker, Wörterbuch der Symbolik, Kroners Taschenbuchverlag, Bd. 464, S. 190 ff.)

Auftrag einer jeden demokratischen Gemeindeverwaltung, Landes- und Staatsregierung muss es sein, sich vehement gegen Menschenverachtende Ideologien und deren Symboliken zu positionieren. Ziel ist es deshalb, diesen Symboliken in der heutigen Gesellschaft keinen Platz einzuräumen, sondern sie ins Museum zu bringen und in ihrem historischen Kontext zu erklären.

Würden wir als Gemeinde denselben Diskurs verfolgen, wenn in der Säule ein Hakenkreuz eingearbeitet wäre wo ein Haken fehlt?

Die unterzeichneten Personen sprechen sich klar gegen die Rückführung der Säule an ihren originalen Platz aus. Die Säule stellt noch heute faschistische Symboliken dar, die der Verherrlichung von menschenverachtendem Gedankengut dienen. Der richtige Ort für diese Säule ist das Museum am Gampenpass „Gampengallery“, dort soll der Obelisk in seinem historischen Kontext erklärt werden.

Peter Gruber
Gemeinderat
Süd-Tiroler Freiheit

Philipp Holzner
Gemeinderat
Süd-Tiroler Freiheit

i.A. Roland Stauder
Gemeinderat
Bürger Union für Südtirol

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