Luftverschmutzung:

Selbst „geschönte“ Luftwerte sind besorgniserregend.

In Bozen wurden heute die Daten zur Luftqualität 2019 veröffentlicht. Deutlich hat sich dabei erneut gezeigt, dass die Bewohner entlang der Autobahn extrem schlechten Luftwerten ausgesetzt sind. Pikantes Detail: In Süd-Tirol werden die Luftwerte seit Jahren „geschönt“, indem bei der Stickstoffdioxidbelastung nicht der von der Weltgesundheitsorganisation vorgegebene Grenzwert verwendet wird bzw. der Grenzwert, der in Nord-Tirol gilt, sondern der italienische Grenzwert, der doppelt so hoch ist. Trotz dieser „geschönten“ Daten, sind die Luftwerte derart schlecht, dass endlich Maßnahmen zur Eindämmung des Transitverkehrs getroffen werden müssen, um die Gesundheit der Bürger zu schützen.

Stickstoffdioxid ist ein giftiges Reizgas, das über die Atemwege direkt in den Körper gelangt und dort enorme Schäden anrichtet. Medizinische Studien belegen, dass die Stickstoffdioxidbelastung im direkten Zusammenhang mit Krankheiten wie Diabetes mellitus, Bluthochdruck, Schlaganfall, der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) und Asthma steht.

Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt daher einen Stickstoffdioxid-Grenzwert von maximal 20 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. In Österreich wird immerhin noch 30 Mikrogramm als Grenzwert angewendet. In Süd-Tirol bedient man sich hingegen eines Tricks, indem einfach der doppelte so hohe italienische Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter herangezogen wird, um damit die Grenzwertüberschreitungen auf dem Papier zu schönen.

Dieser unlautere Umgang mit den Grenzwerten zeigt bereits die Tragweite der Problematik auf. Während in Nord-Tirol die Politik bei einer Grenzwertüberschreitung von 30 Mikrogramm tätig wird und Maßnahmen erläßt, um die Bevölkerung zu schützen, macht die Politik in Süd-Tirol gar nichts und tut so, als ob die höhere Luftverschmutzung für die Bevölkerung in Süd-Tirol kein Problem wäre.

Die Süd-Tiroler Freiheit fordert daher einmal mehr, dass in Süd-Tirol dieselben Stickstoffdioxid-Grenzwerte verwendet werden, die auch in Nord-Tirol gelten. Vor allem aber muss die Landespolitik endlich konkrete Maßnahmen ergreifen, um die Transitbelastung einzudämmen. Was nutzen sonst Grenzwerte, wenn nichts gegen die Überschreitung derselben unternommen wird?

L.-Abg. Sven Knoll,
Süd-Tiroler Freiheit.

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