Milch-Auftrag

Ist das Land von allen guten Geistern verlassen!?

Lokale Kreisläufe stärken, Regionalität voranbringen: Das ist das Gebot der Stunde in der Corona –Krise. Nicht so bei der Lebensmittelvergabe an den Süd-Tiroler Krankenhäusern. Hier haben vorwiegend Firmen aus dem norditalienischen Raum den Zuschlag bekommen.

Christoph Mitterhofer, Landwirt und Vize-Landesjugendsprecher der Jungen Süd-Tiroler Freiheit, kritisiert den Umstand aufs Schärfste: „Die Süd-Tiroler Milchwirtschaft hat es auch ohne Corona-Krise nicht leicht. Jetzt wird auch noch aufgrund eines dümmlichen Wettbewerbssystems die heimische Wirtschaft übergangen!? Sind die Verantwortlichen von allen guten Geistern verlassen!?“

Der Großteil der Aufträge, welche von Fleisch über Eier bis Gemüse reichen, ergattern norditalienische Betriebe. Heißt im Klartext, das Produkte über hunderte Kilometer angeliefert anstatt das sie hier im Land gekauft werden. „Gerade jetzt fallen den lokalen Lebensmittelhändlern enorme Einnahmen weg aufgrund des fehlenden Tourismus. Das Land lässt die Händler und Produzenten auf ihren vollen Lagern sitzen“, ist Mitterhofer fassungslos.

„Jede Gemeindeverwaltung hat ein Vertrauensregister, mit der sie regionale Betriebe einen kleinen Vorteil im Wettbewerb verschaffen kann, wieso soll das bei der Lebensmittelvergabe beim Land nicht auch so funktionieren?“ fragt sich Mitterhofer.

Die Junge Süd-Tiroler Freiheit fordert, dass die Ausschreibungskriterien bezüglich Qualität-Preis-Verhältnis und Losgrößen so gestaltet werden, dass einheimische Betriebe stärker zum Handkuss kommen.

Christoph Mitterhofer, Vize-Landesjugendsprecher der Süd-Tiroler Freiheit und Gemeinderat in Meran.

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