Antrag abgelehnt

Mehrheit des Landtages gegen Entfernung faschistischer Relikte

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Die Süd-Tiroler Freiheit hat die jüngste Rassismus-Debatte rund um den Tod von George Floyd zum Anlass genommen, um im Landtag mit einem Beschlussantrag die Entfernung der faschistischen Relikte in Süd-Tirol zu fordern. Auch in Süd-Tirol existieren immer noch faschistische Überbleibsel, die die Unterdrückung und Versklavung der schwarzen Bevölkerung verherrlichen. Die Mehrheit des Landtages wollte nichts davon wissen und schmetterte den Vorschlag der Süd-Tiroler Freiheit ab.

Es ist scheinheilig, in Süd-Tirol auf die Straße zu gehen und gegen den Rassismus in den USA zu demonstrieren, im eigenen Land aber wegzuschauen, wenn Relikte und Straßenbezeichnungen noch immer den Völkermord des faschistischen Regimes an der Bevölkerung in Nordafrika glorifizieren.

Konkret sah der Antrag der Süd-Tiroler Freiheit vor, sich für die Entfernung des Alpini-Denkmal in Bruneck einzusetzen und sich für die Umbenennung von Straßen- und Kasernennamen einzusetzen, die im Zusammenhang mit den Gräueltaten des Faschismus und des Nationalsozialismus stehen bzw. an Personen erinnern, die sich an diesen Gräueltaten beteiligt haben. Was in einem demokratischen Land eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte, wurde von der Mehrheit abgelehnt.

„Es ist eine Schande, dass die Mehrheit des Landtages bis heute akzeptiert, dass derartige Relikte in Süd-Tirol stehen dürfen“, sagt der Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit, Sven Knoll.

„Eine Distanzierung von den Gräueltaten der Vergangenheit ist nur dann möglich, wenn auch die Relikte entfernt werden, die diese verherrlichen. Der Landtag hat eine große Chance vertan“, meint Myriam Atz Tammerle, Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit.

Süd-Tiroler Freiheit – Landtagsfraktion.

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Aufträge werden weiterhin nicht in Süd-Tirol bleiben
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