Antidiskriminierungsstelle

Verweigerung der Muttersprache keine Diskriminierung?

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Die Süd-Tiroler Freiheit konnte dem Landesgesetzentwurf zur Antidiskriminierungsstelle nicht zustimmen, da die Diskriminierung gegenüber den deutsch- und ladinischsprachigen Süd-Tirolern im Gesetz nicht vorgesehen ist. Mehr noch, wurde in einer Stellungnahme von der SVP die irrsinnige These aufgestellt, dass ein nicht gewährtes Recht (Muttersprache) nicht unbedingt eine Diskriminierung sein müsse. Die Süd-Tiroler Freiheit ist entsetzt, wohin sich die SVP entwickelt hat.

Die Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit, Myriam Atz Tammerle, hat bereits vor Wochen vorgeschlagen, neben vielen anderen Organisationen auch den Süd-Tiroler Schützenbund zu einer Anhörung im Landtag einzuladen, um auch die Diskriminierung gegenüber deutschen und ladinischen Süd-Tirolern in die Arbeit miteinfließen zu lassen. Dieser Vorschlag wurde jedoch von der Mehrheit abgelehnt.

„Es vergeht keine Landtagssitzung, in der wir nicht auf Verletzungen des Rechtes auf Gebrauch der Muttersprache hinweisen. Es vergeht auch keine Woche, in der wir nicht zahlreiche Beschwerden vonseiten der Bürger erhalten. Es ist bereits fünf nach zwölf. Die Diskriminierung gegenüber den Deutschsprachigen hierzulande ist offenkundiger denn je. Die SVP muss endlich etwas dagegen tun.“, sagt Atz Tammerle.

Auch Sven Knoll, Landtagsabgeordneter der Süd-Tiroler Freiheit, findet klare Worte: „Die Verweigerung des Rechts auf Gebrauch der deutschen Muttersprache ist eine eklatante Diskriminierung und darf in Süd-Tirol im Jahr 2020 nicht mehr akzeptiert werden.“

Knoll und Atz Tammerle setzten sich im Landtag dafür ein, dass auch die Verletzung der deutsch- und ladinischsprachigen Bevölkerung als Diskriminierung anerkannt wird und haben angekündigt, die neue Diskriminierungsstelle dahingehend auf den Prüfstand zu stellen, wie sie mit den Diskriminierungen gegenüber der einheimischen Bevölkerung umgeht.

Süd-Tiroler Freiheit – Landtagsfraktion.

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