Missgriff

Vorbelasteter Brixner Vizebürgermeister

Die Brixner Stadtregierung leistet sich einen Missgriff nach dem anderen, besonders was den kleinen Koalitionspartner der Südtiroler Volkspartei anbelangt. Zuerst der Rücktritt des ehemaligen Vizebürgermeisters Conci binnen zweier Monate aufgrund der Unvereinbarkeit mit seinem Amt als Schuldirektor. Jetzt die Wahl des Vizebürgermeisters Ferdinando Stablum, welcher erwiesenermaßen Beihilfe zum Betrug geleistet hat.
In seiner damaligen Funktion als Geometer hatte er einem Brixner Bürger geholfen, rund 149.000 Euro an Fördermittel vom Land unrechtmäßig einzustreichen. Laut Rechnungshof-Urteil hat Stablum, der 2008 auf strafrechtlicher Ebene einem Vergleich wegen Falscherklärung und Beihilfe zum Betrug zugestimmt hatte, gefälschte Berichte des Brixner Ex-Bahnpolizei Chef ans Land bestätigt.

Stefan Unterberger, Fraktionssprecher der Süd-Tiroler Freiheit im Brixner Gemeinderat, findet, dass sich die Bildung der Stadtregierung zu einem Trauerspiel entwickelt und hat gegen die Ernennung Stablums als Stadtrat und Vizebürgermeister gestimmt.

„Anstatt auf einen passenden Koalitionspartner zu setzen, welcher den Wählerwillen widerspiegelt, wurde jener mit den stärksten Stimmverlusten im italienischen Lager gewählt. Der Koalitionspartner PD hat nun die Brixner Stadtregierung in eine Krise gestützt. Von Stabilität und einer stabilen Mehrheit, welche im Wahlkampf von der Volkspartei besonders propagiert wurde, kann keine Rede sein“, so Gemeinderat Unterberger.

Die Brixner Oppositionsparteien haben zur Ernennung Stablums als Vizebürgermeister eine Interpellation eingereicht, in welcher sie vom Bürgermeister Auskunft verlangen, ob es angebracht sei, den Vizebürgermeister-Posten dem Helfer krimineller Machenschaften zu überantworten.

Unterberger lehnt die Wahl Ferdinando Stablums als Vizebürgermeister nachdrücklich ab.

Stefan Unterberger,
Fraktionssprecher der Süd-Tiroler Freiheit im Brixner Gemeinderat.

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