Recht auf Bildung

Schüler nicht ausschließen und mit schlechterem Unterricht bestrafen!

Allgemein, Schlagzeilen

Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf Schule und dürfen nicht Opfer einer ideologischen Test- und Impfdiskussion werden. Die mediale Ankündigung der Landesschuldirektorin, dass zukünftig die Kinder, die im Distanzunterricht bleiben, keine gleichberechtigte Unterrichtsform (z.B. durch die Übertragung eines Live-Streams aus der Klasse) mehr in Anspruch nehmen können, sondern lediglich Unterrichtsmaterialien zugeschickt bekommen, hat viele Schüler und Eltern verärgert. Es ist dies eine inakzeptable Beschneidung des Rechts auf Bildung. Mit einem Beschlussantrag wird die Süd-Tiroler Freiheit daher diese Woche im Landtag einen gleichberechtigten Zugang zum Unterricht für Schüler im Distanzunterricht fordern.

Die Gründe, weshalb Schüler im Distanzunterricht verbleiben, ist nicht allein auf den Umstand zurückzuführen, dass kein Einverständnis zum Corona-Test gegeben wurde. Viele Familien pflegen derzeit betagte Angehörige daheim oder haben durch Vorerkrankungen gefährdete Personen im gemeinsamen Haushalt, sodass sie die Kinder lieber nicht in die Schule schicken, um so die gefährdeten Angehörigen vor einer Infektion zu schützen. Ebensowenig können es sich viele Eltern derzeit leisten, selbst in Quarantäne zu müssen, nur weil die Kinder falsch-positiv getestet wurden. Viele Eltern wollen ihren Kindern auch wiederholte PCR-Tests durch falsch-positive Antigentests ersparen. Aber auch, wenn sich Schüler selbst infizieren oder Schulen auf Grund erhöhter Infektionszahlen nur einen eingeschränkten Präsenzunterricht zur Verfügung stellen, muss auf den Distanzunterricht zurückgegriffen werden.

Diese Schüler dürfen nicht durch einen schlechteren Unterricht bestraft und benachteiligt werden! Den Zugang zur Bildung jetzt einzuschränken bedeutet, den Kindern und Jugendlichen ihre Zukunft zu stehlen.

Die Süd-Tiroler Freiheit schlägt daher vor, dass in den Klassen ein Live-Stream des Präsenzunterrichtes eingerichtet wird, den die Schüler im Distanzunterricht daheim mitverfolgen können. Für die Lehrer würde sich durch diese gemischte Form des Unterrichts keine zusätzliche zeitliche Belastung ergeben, die Inhalte wären aber zusätzlich abrufbar und könnten somit auch später zur Vertiefung des Unterrichtsstoffes nochmals von den Schülern angesehen werden.

Dringend überprüft werden sollten auch die Initiativen mehrerer europäischer Schulen, Kinder und Jugendliche, die einen negativen Corona-Test vorweisen oder eine Corona-Infektion bereits überstanden haben, von der Maskenpflicht im Unterricht zu befreien.

Der Beschlussantrag der Süd-Tiroler Freiheit lautet:

  1. Schülern, die sich aus den verschiedensten Gründen im Distanzunterricht befinden, einen gleichberechtigten Zugang zum Unterricht zu ermöglichen, indem die Unterrichtsstunden mittels Live-Stream übertragen und aufgezeichnet werden, sodass sie auch zum Lernen abrufbar sind.
  2. Die Möglichkeit zu überprüfen, Schüler, die einen negativen Corona-Test vorweisen bzw. eine Corona-Infektion bereits durchgemacht haben, von der Masken-Pflicht im Unterricht zu befreien.

L.-Abg. Sven Knoll, L.-Abg. Myriam Atz Tammerle,
Süd-Tiroler Freiheit.

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„Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf Schule!“

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