Fragestunde Juni 2021

Telefonische Pflegeeinstufung, Staus auf Pustertaler Straße und mehr

Allgemein, Schlagzeilen

In der aktuellen Fragestunde im Landtag ging es der Süd-Tiroler Freiheit diesmal um die telefonische Pflegeeinstufung, die Entwertungsautomaten am Bahnhof Bozen und die Staus auf der Pustertaler Straße.

Der Süd-Tiroler Freiheit wurden Klagen über die telefonische Pflegeeinstufung gemeldet, berichtete Sven Knoll. Demnach wurde u.a. beanstandet, dass nur der Pflegebedürftige im Rahmen des telefonischen Gesprächs zur Pflegeeinstufung befragt wurde, nicht jedoch jene Personen, die sich um den Pflegebedürftigen kümmern. Oft schildern die Pflegebedürftigen aufgrund von Demenz oder wegen Schamgefühl die Situation besser, als sie ist. Dazu stellte Knoll folgende Fragen: Wie viele Mitarbeiter sind für die Pflegeeinstufung in Südtirol beschäftigt und wie viele telefonische Pflegeeinstufungen werden jährlich durchgeführt? Hält die Landesregierung die aktuelle telefonische Pflegeeinstufung wie oben geschildert für ausreichend? Welche Rolle spielt bei der Pflegeeinstufung das notwendige ärztliche Attest und hat dieses weniger Gültigkeit als die telefonische Pflegeeinstufung? Plant die Landesregierung eine Reform der derzeitigen Verfahren?

Jedes Einstufungsteam bestehe aus einem Krankenpfleger und einer Sozialfachkraft, erklärte LR Waltraud Deeg, insgesamt seien 46 Personen im Einsatz. Derzeit würden 8 Mitarbeiter fehlen. Die telefonische Einstufung sei deshalb als Alternative geschaffen worden. Es sei nicht dasselbe wie ein Hausbesuch, sondern eine Notlösung für eine schwierige Zeit. In der letzten Zeit seien rund 1.700 Einstufungen durchgeführt worden, ca. 40 Prozent telefonisch. Ein Vergleich sei schwer, aber sobald es die Situation erlaube, werde man wieder auf Hausbesuche umstellen. Das ärztliche Attest sei wichtig für die Einstufung. Bei der telefonischen Einstufung bestehe dieselbe Beschwerdemöglichkeit.


Am Bahnhof Bozen befinden sich Entwertungsautomaten für den Südtirol-Pass nur in der Bahnhofshalle und auf dem ersten Bahnsteig, bemängelte Sven Knoll. Während Entwertungsautomaten von Trenitalia auf allen Bahnsteigen zu finden sind, sucht man die viel gefragteren Automaten für den Südtirol-Pass auf den diversen Bahnsteigen vergeblich. Wer z. B. auf Gleis 6 ankommt und von Gleis 5 weiterfährt, muss zuerst in die Bahnhofshalle um den Pass oder die gedruckte Fahrkarte zu entwerten. Dazu hatte Knoll folgende Fragen: Warum sind auf den verschiedenen Bahnsteigen am Bahnhof Bozen keine Entwertungsautomaten für den Südtirol-Pass angebracht? Plant die Landesregierung in naher Zukunft Entwertungsautomaten für den Südtirol-Pass auf allen Bahnsteigen aufzustellen? Falls Nein, warum nicht?

Das Thema werde seit Jahren mit dem Eigentümer der Bahnhöfe besprochen, erklärte LR Daniel Alfreider, aber man sei nicht weitergekommen. Man werde weiter dranbleiben. Ziel sei es, das Angebot im Bahnhof und bei den Gleisen auszubauen.


Auf der Pustertaler Straße kommt es immer wieder zu Staus, bemerkte Sven Knoll. Letztens (27. Mai 2021) ist es wegen Bauarbeiten (Asphaltierungen) zu einem Megastau gekommen. Dazu stellte Knoll folgende Fragen: Will die Landesregierung dafür sorgen, dass künftig derartige Bauarbeiten auf der Pustertaler Straße in den Nachtstunden durchgeführt werden, um so dem Stau entgegenzuwirken? Falls nein, warum nicht? Mit welchen anderen Mitteln will man dem Stau auf der Pustertaler Straße entgegenwirken?

Die Arbeiten fänden auch nachts statt, dazu gebe es auch Fotos, antwortete LR Daniel Alfreider, aber nicht alle Arbeiten könnten nachts durchgeführt werden. Vieles konnte während des Lockdowns erledigt werden, in Vintl und Kiens seien die Arbeiten abgeschlossen. Um den Staus entgegenzuwirken, setze man auch auf ein breiteres Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln, vor allem auf die Eisenbahn. Es seien auch Straßenprojekte im Gang, Entschärfungen von Kreuzungsbereichen, Umfahrungen u.a. Manches davon sei auch nötig, um Expresszüge im Pustertal zu ermöglichen. Dazu kämen noch Projekte in Zusammenhang mit Olympia.

Quelle: Süd-Tiroler Landtag.

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