Andreas-Hofer-Bund Tirol

Franz-Innerhofer-Denkmal auf dem Innsbrucker Tummelplatz gesegnet

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In Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste wurde am 4. September das auf dem Innsbrucker Tummelplatz wiedererrichtete Franz-Innerhofer-Denkmal geweiht. Damit würdigte der Andreas-Hofer-Bund das erste zivile Tiroler Opfer von Gewalt und Italo-Faschismus.

Am 24. April 1921 war es in Bozen bei einem friedlichen Trachtenumzug der einheimischen Bevölkerung anlässlich der Eröffnung der Bozener Frühjahrsmesse zu einem blutigen Übergriff von rund 420 italienischen Faschisten gekommen. Unter den Augen der italienischen Behörden wurde mit Knüppeln auf die Südtiroler eingedroschen, in Richtung der Umzugsteilnehmer wurden unzählige Gewehrsalven abgegeben und Handgranaten in die friedliche Volksmenge geworfen. Beim Versuch, im Hauseingang des Stillerhofes den achtjährigen Hans Theiner zu beschützen, wurde der aus Marling stammende Lehrer Franz Innerhofer erschossen. Über 50 Südtiroler wurden teils schwer verletzt. Dieser Tag ging als Bozner Blutsonntag in die Geschichte Tirols ein.

Im Gedenken an dieses Massaker war bereits in den 1920er-Jahren am Innsbrucker Rennweg ein Denkmal errichtet, allerdings nach dem Anschluss Österreichs (1938) an das Deutsche Reich durch die Nationalsozialisten entfernt worden.

Wie Andreas-Hofer-Bund-Tirol-Obmann Mag. Alois Wechselberger beim Festakt ausführte, konnte die Gedenktafel erst 2016 auf dem Tummelplatz originalgetreu wiedererrichtet werden. Der Umsetzung des Projektes waren der unermüdliche und jahrelange Einsatz der Andreas-Hofer-Bund-Obmänner Ing. Josef Felder († 2016) und Ing. Winfried Matuella († 2020) vorangegangen. Die Laurinstiftung und die Familie Wittauer unterstützten das Vorhaben großzügig.

Pius Leitner, ehemaliger Landtagsabgeordneter der Südtiroler Freiheitlichen und deren Ehrenobmann, ließ mit ergreifenden Worten die damaligen Ereignisse Revue passieren.

Die Einweihung des Denkmals, die zunächst von Bischofsvikar Jakob Bürgler und Bischof Hermann Glettler abgelehnt worden war, konnte nun durch den Piusbruder P. Markus Buchmaier fsspx nachgeholt werden.

Kranzniederlegung, Ehrensalve durch Nord- und Südtiroler Schützenkompanien unter dem Kommando der Hauptmänner Johann Moser und Paolo Primon bzw. Salut durch die Trentiner Schützen mit ihren historischen Böllern, musikalische Beiträge der Sellrainer Bläsergruppe, gemeinsames Gebet und die gemeinsam angestimmte Tiroler Landeshymne bildeten den festlichen Rahmen der Veranstaltung, zu der u. a. auch die Freiheitskämpferin Karola Unterkircher, die freiheitliche Landtagsabgeordnete Dipl.-Ing. Evelyn Achhorner, die AHB-Südtirolbeauftragte Edith Weinreich, der Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit Sven Knoll, AHB-Tirol-Obmannstv.Wilfried Nothegger, der betagte Südtirol-Künstler Karl Obleiter und der Bundesvorsitzende des AHB e.V. Hermann Unterkircher gekommen waren.

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