Das Land Tirol in Trauer

Tiroler Werte pflegen, leben und weitergeben

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Am 11. November 1918 hat das italienische Militär, als eine Folge des Ersten Weltkrieges bzw. des Waffenstillstandes zwischen Österreich-Ungarn und Italien, Südtirol bis zum Brenner besetzt. 103 Jahre sind seit dieser faktischen Zerreißung des Landes Tirol bereits vergangen. Die Junge Süd-Tiroler Freiheit erinnert in einer Aussendung an diesen traurigen Tag der Geschichte Tirols (auch unter „das Land Tirol in Trauer“ bekannt) und weist zudem auf die Wichtigkeit hin, die Tiroler Werte und Traditionen weiterhin zu pflegen, zu leben und schließlich weiterzugeben.

Nachdem im November 1918 bei Padua der Waffenstillstand zwischen Österreich-Ungarn und Italien bzw. der Entente nach dem Ersten Weltkrieg geschlossen worden war, wurde das Land Tirol südlich des Brenners nach und nach durch das italienische Militär besetzt. Die Besetzung Südtirols durch italienische Truppen begann sodann am 4. November 1918 in Salurn, am Mendelpass und in Schluderns und fand ihren vollständigen Vollzug rund eine Woche später am Brenner.

Südtirol unterstand seitdem einer Militärregierung und wurde entschieden von Österreich und dem Ausland abgeriegelt. Auf die militärische Besetzung Südtirols folgten in den Jahren danach ein „diktierter“ Friedensvertrag von Saint Germain ohne Minderheiten- oder Autonomiebestimmungen für die deutsch- und ladinische Sprachgruppe südlich des Brenners und schließlich die offizielle Annexion Südtirols an Italien am 10. Oktober 1920.

Die Besetzung des Brenners war somit der Beginn eines neuen Zeitalters für Südtirol – ein Leben unter der Herrschaft Italiens. Seitdem ist das durch Sprache, Kultur und Bräuchen verbundene Tirol nicht mehr eins und ist durch die zuvor noch nie da gewesene „Brennergrenze“ getrennt.

Die Junge Süd-Tiroler Freiheit nimmt diesen Tag aber abschließend auch zum Anlass, um zu erinnern, dass es gerade für eine Minderheitenbevölkerung in einem fremden Staat von fundamentaler Wichtigkeit ist, die eigenen Werte und Traditionen zu wahren, zu pflegen, zu leben und schließlich weiterzugeben. „Durch das Leben unserer Tiroler Kultur und Tradition, durch das Aufzeigen unserer seit jeher bestehenden Gemeinsamkeiten, aber auch durch grenzübergreifende Zusammenarbeit in den unterschiedlichsten Bereichen kann diese Unrechtsgrenze am Brenner in gewissem Maße überwunden werden“, ist Vize-Landesjugendsprecherin Melanie Mair überzeugt. Durch verstärkten Austausch sowie Zusammenarbeit mit dem Bundesland Tirol können die Tiroler Landesteile wieder näher zueinanderfinden und das Bewusstsein einer gemeinsamen Tiroler Identität weiter stärken, „sodass diese Grenze in Zukunft endgültig überwunden werden kann“, schließt die Junge Süd-Tiroler Freiheit ab.

Für die Landesjugendleitung der Süd-Tiroler Freiheit, Vize-Landesjugendsprecherin Mag. iur. Melanie Mair

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Tiroler Unrechtsgrenze ist nicht verschwunden.
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