Anfrage

Hausmüllsammlung Lana: Gemeinde bleibt untätig

LANA – Bei der letzten Gemeinderatssitzung wurde unter anderem eine Anfrage der Süd-Tiroler Freiheit Lana behandelt. In dieser Anfrage wurde die Entwicklung der Hausmüllsammlung in den letzten zehn Jahren in Lana thematisiert. „Noch immer landen wiederverwendbare Wertstoffe im Hausmüll, die Gemeindeverwaltung will aber weiterhin untätig bleiben“, zeigt sich Peter Gruber, Gemeinderat der Süd-Tiroler Freiheit in Lana, enttäuscht.

Wie aus der Anfrage hervorgeht, ist die Menge an Hausmüll von 1679 Tonnen im Jahr 2010 auf 1926 Tonnen im Jahr 2020 angestiegen. Das ist ein Zuwachs von 247 Tonnen bzw. ein Plus von 14,7 Prozent. „Setzt man diese Zahlen in Relation zu den Einwohnerzahlen, so geht daraus hervor, dass wir 2010 147 kg Hausmüll pro Bürger hatten. Im Jahr 2020 lag diese Quote bei 153 kg pro Einwohner. Die Tendenz geht hier eindeutig in die falsche Richtung“, erklärt Gruber.

Laut Restmüllanalyse des Landes bestand der Restmüll in Lana im Jahr 2016/17 zu 20 Prozent aus Karton. Eine neuere Analyse liegt der Gemeinde nicht vor, da die Erstellung einer solchen sehr kostspielig ist und nur alle zehn Jahre von der Bezirksgemeinschaft durchgeführt wird. „Das Ziel einer jeden Gemeindeverwaltung sollte es sein, recyclebares Material im Restmüll auf ein Minimum zu reduzieren. Leider sehen wir hier sehr wenig Ambitionen von Seiten der Gemeindeverwaltung, etwas zu verändern“, schreiben die drei Gemeinderäte Peter Gruber, Stefan Taber und Philipp Holzner.

Ein Recycling-Mobil, das auf dem Gemeindegebiet kursiert, um der Bevölkerung das Recyclen zu erleichtern, befürwortet die Gemeinde ebenso wenig wie einen Ausbau des Recyclinghofes, damit dort weitere Wertstoffe gesammelt werden können. „Wir haben in der Vergangenheit bereits zwei Mal mit einem Beschlussantrag gefordert, dass auch Getränkekartons am Recyclinghof gesammelt werden sollen. Leider hat sich an dieser Position der Gemeinde nichts geändert, sie ist nach wie vor dagegen“ kritisiert Holzner.

Zum Thema Müllvermeidung antwortet die Gemeinde auf die Anfrage mit folgendem Satz: „Es wird mehr auf Vermeidung von Müll gesetzt, z.B.: wenn beim Kauf von Waren die Verpackungen in den Geschäften gelassen werden.“

„Vermeidung ist das zwar keine, aber es zeigt deutlich, wie viel die Gemeindeverwaltung an der Ist-Situation ändern möchte, nämlich gar nichts!“, resümiert Taber.

Gemeinderatsfraktion Süd-Tiroler Freiheit Lana

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