Anhörung mit Vereinen

Vereinssterben verhindern!

Heute fand im Landtag die Anhörung mit ehrenamtlichen Vereinen statt, die auf Antrag der Süd-Tiroler Freiheit beschlossen wurde. Die Vereine konnten dabei den verantwortlichen Politikern ihre aktuellen Probleme schildern. Myriam Atz Tammerle, Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit, nahm an der Anhörung teil.

Mit der Petition „Ehrenamt in Not“ machten Vereine und Verbände schon länger darauf aufmerksam, dass mit einem staatlichen Dekret die Süd-Tiroler Vereine zukünftig unter italienische Aufsicht gestellt werden und nicht mehr auf Landesebene erfasst werden. Der italienische Staat eignet sich mit einem Handstreich die Vereinsregister an und beschneidet damit maßgeblich die Süd-Tirol-Autonomie.

„Die Landesregierung hat es wieder einmal verabsäumt, autonome Süd-Tiroler Kompetenzen gegenüber Rom stärker zu verteidigen und so hat Süd-Tirol einen Zuständigkeitsbereich weniger“, kritisiert Atz-Tammerle.

Die Landtagsabgeordnete zählt auf: „Doppelte Buchhaltung, Unfall-, Haftpflicht und Feuerversicherungen, Datenschutzregelungen, Anti-Geldwäschegesetz, Offenlegung des privaten Vermögens bei der Bank, Haftung mit privatem Vermögen.“ Dies seien nur einige der Verantwortungen, die auf den Schultern von Vereinsvorsitzenden lasten und für die man auch rechtlich belangt werden kann. Man würde von vornherein als Generalverdächtiger eingestuft, was grundsätzlich nicht fair sei.

Mit den neuen gesetzlichen Bestimmungen werden Vereine wirtschaftlichen Betrieben gleichgestellt. „Vereine sind aber keine Unternehmen, schon gar nicht die kleinen Vereine. Deswegen ist dieser enorme rechtliche und bürokratische Aufwand nicht nur ungerechtfertigt, sondern für viele gar nicht händelbar“, betont Atz-Tammerle. Es sei daher wichtig, den Spielraum, den man hat, zu nutzen, um die ehrenamtlichen Vereine zu entlasten und die Bestimmungen zu vereinfachen. Andernfalls müsse dies in Rom eingefordert werden.

Die Landtagsabgeordnete warnt: „Die Zeit drängt! Jene Vereine, die nicht innerhalb August diesen aufwendigen und meist unklaren gesetzlichen Vorgaben Roms nachkommen, fliegen aus dem Register der ehrenamtlichen Organisationen und sind somit handlungsunfähig. Zusammengefasst kann man sagen: Die großen Vereine werden es überleben, die kleinen werden sterben.“

„Unser Süd-Tiroler Ehrenamt ist unersetzlich und für das soziale, kulturelle und gesellschaftliche Leben unverzichtbar! Deshalb gilt es, das Ehrenamt zu schützen und zu unterstützen und nicht länger zu Tode zu quälen!“, betont die Landtagsabgeordnete.

L.-Abg. Myriam Atz-Tammerle, Süd-Tiroler Freiheit

, , , , ,
Chaotische Verkehrspolitik auf Kosten der Bürger.
Öffis: Es geht nur noch bergab

Das könnte dich auch interessieren