Autonomiepolitisch bedenklich:

Deutschkurse in Ost-Tirol, weil Süd-Tirol schon zu italienisch ist.

Das Gesundheitswesen in Süd-Tirol wird immer italienischer. Während Süd-Tiroler Jungärzte das Land verlassen, werden immer mehr Ärzte aus Italien angestellt, sodass es allzuoft nicht mehr möglich ist, sich mit einem Arzt in Süd-Tirol in deutscher Sprache zu verständigen. Für Ärzte aus Italien werden daher nun Deutschkurse in Ost-Tirol organisiert. Was zunächst äußerst positiv klingt, hat autonomiepolitisch jedoch eine höchst bedenkliche Begründung, denn Süd-Tirol ist inzwischen (vor allem in der Krankenhausverwaltung) so italienisch geworden, dass es für Ärzte aus Italien nicht mehr möglich ist, in Süd-Tirol richtig Deutsch zu lernen. Italienischkurse können hingegen ohne Probleme in Süd-Tirol organisiert werden.

Ärzte und Mitarbeiter der Krankenhäuser haben bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass in der internen Verwaltung und Kommunikation größtenteils alles nur mehr in italienischer Sprache erfolgt, vor allem aus Rücksicht auf die vielen Mitarbeiter, die kein Deutsch sprechen. Von der Medikamentenbestellung, über Arztbefunde, bis hin zu internen Mitteilungen wird Deutsch immer öfters zur Fremdsprache. Somit ist es für die italienischen Ärzte auch gar nicht mehr möglich Deutsch zu lernen, da es schlichtweg nicht mehr gebraucht wird.

Wenn italienischsprachige Ärzte inzwischen schon nach Ost-Tirol geschickt werden müssen, weil man in Süd-Tirol nicht mehr richtig Deutsch lernen kann, deutschsprachige Ärzte jedoch ohne Probleme in Süd-Tirol Italienisch lernen können, dann sollten alle autonomiepolitischen Alarmglocken läuten, so der Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit, Sven Knoll.

Anstatt einfach immer mehr Ärzte aus Italien anzustellen, sollte das Land die Voraussetzungen dafür schaffen, dass Süd-Tiroler Jungärzte nach ihrem Studium in Süd-Tirol einen attraktiven Arbeitsplatz finden und zudem gezielt Ärzte mit Deutschkenntnissen anwerben. Vor allem aber muss die deutsche Sprache als Leitsprache im Gesundheitswesen definiert werden. Nur so kann sichergestellt werden, dass auch in Zukunft in den Süd-Tiroler Krankenhäusern noch Deutsch gesprochen wird.

L.-Abg. Sven Knoll,
Süd-Tiroler Freiheit.

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